Markgräfler Bürgerblatt

50 Jahre Zweigwerkstätte Markgräfler Land, Heitersheim: „Wir brechen eine Lanze für sie!“

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Vor 50 Jahren war es keine Selbstverständlichkeit, behinderte Mitmenschen in unsere Gesellschaft zu integrieren. Damals, 1967, wurde in Heitersheim, im Malteserschloss, die „beschützende Werkstatt“ gegründet – mehr als ein Arbeitsplatz, ein Raum zum Lernen, ein Lebensraum, ein Raum zur Weiterbildung, ein Raum, der Hilfestellung gibt und der seine Nutzer sich als tätige Menschen erleben lässt.

In einer über weite Strecken bewegenden Feierstunde beging die Gemeinde und der Caritasverband als Träger der Institution dieses „Hilfsortes“ das Jubiläum und selten wurde so deutlich gemacht, welch wertvolle Arbeit hier an wertvollen Mitgliedern der Gesellschaft geleistet wurde: „Inklusion“, so Egon Engler, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes Freiburg Stadt e.V., „war schon immer eine Grundtendenz in Heitersheim!“ Dies habe die Werkstatt von Anfang an als eine Normalität im Orts- und Gesellschaftsbild der Gemeinde erscheinen lassen. Daher – so der Dank des Caritas-Vorstands wie der der Landrätin Dorothea Störr-Ritter an die die Malteserstadt – sei es beinahe selbstverständlich gewesen, dass der Gemeinderat der Institution ein „Filetstück“ im Gewerbegebiet für den nötig werdenden Neubau überlassen habe: „Warmherzigkeit, was ganz nahe bei der Barmherzigkeit liegt, war schon immer ein Zeichen der Bürgergemeinschaft Heitersheims“, wie Bürgermeister Martin Löffler betonte.

Einen Dank statteten die behinderten Mitbürger damit ab, dass sie mit tiefschürfender Parabel und fröhlichem Lied belegten, wie gut man zusammenleben und arbeiten kann. „Wir müssen etwas tun für Menschen, die Schutz und Hilfe brauchen: Wir brechen eine Lanze für sie!“, hatte bei seinem Eingangs-Impuls „Schlosspfarrer“ Stefan Thron gesagt und auf den Ritter Georg, den Schutz- und Namenspatron der Werkstatt verwiesen. Mehr musste man eigentlich gar nicht sagen. (paw)

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