Markgräfler Bürgerblatt

30-Minuten-Takt auf der Rheintalbahn

Stuttgart rudert zurück

Bad Bellingen. Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg hat in einer Pressemitteilung von Anfang Dezember nun erklärt, den Bahnverkehr auf der Rheintalbahn ab 2030 mit einem 30 Minuten Takt bestücken zu wollen. Damit korrigiert das Land als Besteller seine ursprüngliche Position, die es noch vor kurzem gegenüber dem Agglomerationsprogramm Basel geäußert hatte.
„Wir freuen uns auf die schnelle Reaktion des Ministeriums auf den gemeinsamen Brief der Bürgermeister von Weil bis Buggingen und dass damit die Türe zu Zuschüssen aus dem Agglomerationsprogramm wieder offen ist“, so Bürgermeister Dr. Christoph Hoffmann, Bad Bellingen. „Allerdings würden wir uns wünschen, dass das Ministerium seine Position auch zum 30 Minuten Takt ab 2016 ändert. Hier kann die grün rote Landesregierung wirklich etwas bewegen und etwas für die Umwelt und die Familien tun.“
In der Pressemitteilung behauptet Stuttgart, dass die Finanzierbarkeit eines 30 Minuten Taktes ab 2016 nicht gegeben sei und man diese Strecke nicht bevorzugen könne. Die Gemeinden verlangen keine Bevorzugung, sondern verlangen nur, dass die bisherige Benachteiligung aufgehoben wird. Schon vor mehr als 15 Jahren hatte die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg den Bedarf für einen 30 Minuten Takt auf der Strecke Basel-Freiburg attestiert. Zudem hatte die Vorgängerregierung in der „Waldshuter Erklärung“ den 30 Minuten Takt ab 2016 zugesagt.
Die Kosten eines solchen Schienenverkehrs im 30 Minuten Takt sind unbekannt, da die Ausschreibung bisher nicht erfolgt ist, insofern können auch die Kommunen sich zu einer Beteiligung überhaupt nicht äußern. Die Schweizer SBB würde gerne einen Halbstundentakt Basel-Freiburg fahren und würde dafür ein sehr günstiges Angebot vorlegen.

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