Breisach Aktuell

Adieu AKW

Hallo Atomausstieg – 2012 kündigt der damalige französische Staatspräsident Francois Hollande bereits die Stilllegung des AKW in Fessenheim an, was während seiner Amtszeit nicht gelingt. Doch acht Jahre später ist es geschafft – letzte Woche ging in der Nacht auf den 30. Juni 2020 auch der letzte Reaktor in Fessenheim vom Netz – für immer.

Ein großer Sieg für alle Umweltaktivisten und ein großes Aufatmen in der Region am Oberrhein: „Mit der Abschaltung des ältesten Atomkraftwerks Frankreichs, eines Pannenreaktors, inmitten einer Erdbebenzone und auf einem der größten Grundwasserspeicher Europas gelegen, ist die Gefahr einer atomaren Verseuchung erheblich reduziert“, so Stefan Auchter, Regionalgeschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) für Freiburg.

Nächster Schritt: der weltweite Atomausstieg. Kein leichtes Unterfangen, da allein im benachbarten Frankreich auch ohne das AKW Fessenheim noch weitere 56 Druckwasserreaktoren in Betrieb sind. Was passiert nun mit dem stillgelegten AKW-Gelände? Fessenheims Bürgermeister Claude Brender kämpfte bis zuletzt gegen die Abschaltung des AKW und für die Arbeitsplätze beim Betreiber Electricité de France (EDF).

Die französische Regierung versucht weitere Arbeitsplätze an anderen EDF-Standorten zu schaffen und plant für die Zukunft von Fessenheim gemeinsam mit Deutschland eine Solaranlage und einen Industriepark als Modellprojekt. Mit dem Bau kann frühestens 2040 begonnen werden, da erst in drei Jahren die Brennelemente im stillgelegten AKW entfernt werden können und sich der Abbau der Reaktoren an die 17 Jahre dauern wird. Quelle: AFP, dpa.

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