Markgräfler Bürgerblatt

24. Jobstartbörse Bad Krozingen: Erfolgreich etwas anders

Die „Motoren“ der Bad Krozinger Jobstartbörse: (v.l.) Albert ter Wolbeek, Peter Lob, Dr. Sabine Stein, Ralph Voß und Michael Stoll. Foto: paw

Bad Krozingen. Der 11. November könnte dieses Jahr nicht nur der Start der närrischen Saison sein, sondern für viele SchülerInnen der Start ins Berufsleben: zum 24. Male findet in der Großen Sporthalle der Max-Planck-Realschule Bad Krozingen die alljährliche Jobstartbörse statt. Erfolgreich war sie schon immer, aber in diesem Jahr ist mit 40 Ständen, die sich rund 60 Firmen teilen – es gibt wie jedes Jahr Kooperationen – , die Kapazität der Location ausgereizt.

 
Albert ter Wolbek ist, auch wenn er seit dem Frühjahr nicht mehr der „Chef“ der Realschule ist, weiter der „spiritus rector“ der Jobstartbörse. Zu seinen bewährten Mitstreitern – vom Gewerbeverband dessen Chef Peter lob und Michael Stoll, von der AOK Bad Krozingen Ralph Voß – hat sich nun auch ter Wolbeeks Nachfolgerin im Amt gesellt. Dr. Sabine Stein ist von der Börse begeistert und bringt das Ziel dieser bewährten Einrichtung auf einen knappen, aber eindringlichen Nenner: „Kein Abschluss ohne Anschluss“, soll heißen, dass  die Schulabgänger der Max-Planck-Realschule wissen, wie’s nun weitergeht, welchen beruflichen Weg sie einschlagen werden. Das ist, wie Peter Lob als Vater und nicht als Gewerbeverbandsvorsitzender betont, „für uns Eltern sehr beruhigend zu wissen!“
Die Bad Krozinger Jobstartbörse ist anders als andere. Damit – und dies wurde unter der Ägide Albert ter Wolbeeks erreicht – jeder Abgänger einen Ausbildungsplatz hat, müssen die SchülerInnen der Klassen 8 und 9 auf die Veranstaltung hin arbeiten. Nicht nur, weil sie aktiv am Aufbau in der Sporthalle anpacken müssen und auch nicht, weil sie, zusammen mit den Eltern, für das Catering sorgen, sondern weil intensiv vorab im Unterricht über Berufe, Berufschancen, Ausbildungsgänge und anderes mehr gesprochen wird: Hier stürmen nicht SchülerInnen Stände, um Werbemittel abzugreifen, sondern hier besuchen gut vorbereite junge Menschen mit exakten fragen die Firmen.

 
„Zwei mögliche Berufsbilder werden vorbereitet, eine dritte, freie Informationsmöglichkeit ist vorgesehen. Ziel ist, das Wissen um die Berufe zu vertiefen und durch persönliche Kontakte die Chance bei einer Bewerbung – um einen Praktikumsplatz wie um einen Ausbildungsplatz – zu erhöhen!“, erklärt ter Wolbeek das System. Und: Es funktioniert – die Firmen sind begeistert und vor dem Hintergrund des Nachwuchsmangels haben sich Firmen bis aus dem Karlsruher Raum um einen Stand beworben. „Das konnten wir nicht erfüllen“, sagt Michael Stoll. „Zum einen aus Platzgründen, zum anderen, weil wir uns auch den jungen Menschen wie den Firmen und betrieben der Raumschaft verpflichtet fühlen!“

 
600 Schüler von zehn Schulen aus Bad Krozingen und der Region werden voraussichtlich die Jobstartbörse 2016 besuchen. 2017, zum 25. Jubiläum, soll dann die Börse auch ins Elsaß wirken: befreundete Schulen aus dem Nachbarland werden eingeladen und vielleicht lernt der eine oder andere Elsässer in einem deutschen Betrieb. Bad Krozingens Jobstartbörse setzt damit dann auch wieder Zeichen. (MBB)

24. Jobstartbörse – 11. November 2016
Große Sporthalle der Max-Planck-Realschule, Bad Krozingen
8.30 Uhr bis 17 Uhr; ab 9 Uhr Besuch der Stände

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