Breisach Aktuell

Schlaganfall: Es kann jeden treffen

Schlaganfall ist keine altersbedingte Krankheit, er kann jeden treffen – inzwischen auch immer mehr junge Menschen und sogar Kinder. Darauf macht die KKH Kaufmännische Krankenkasse aufmerksam. Laut einer aktuellen Datenerhebung der KKH waren 2016 insgesamt 7.630 Versicherte akut von einem Schlaganfall betroffen – das sind rund zwölf Prozent mehr als noch 2012. Erschreckend: 1.020 Betroffene waren jünger als 55 Jahre alt. „Selbst noch jüngere Menschen kann es plötzlich treffen: Knapp 140 Versicherte bis 34 Jahre erlitten 2016 einen Schlaganfall“, sagt Harald Ruh vom Serviceteam in Freiburg.

Vorbeugen ist die beste Medizin

Schlaganfälle zählen ebenso wie Herzinfarkte zu den Herz-Kreislauf-Erkrankungen − der Todesursache Nummer eins in Deutschland. Jedes Jahr erleiden laut der Deutschen Schlaganfall-Hilfe bundesweit knapp 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Etliche sterben daran. Zwar zählen noch die klassischen Faktoren Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen im Alter zu den Risikofaktoren schlechthin. Doch neuere Studien der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe gehen von 30.000 Betroffenen unter 55 Jahren pro Jahr aus, bei denen altersbedingte Ursachen keine Rolle spielen.

Schlaganfall Notaufnahme

Ist ein Schlaganfall eingetreten, dann gilt es schnellstmöglich den Patienten zu versorgen. Foto: kkh

Laut Studienlage soll bei 15 bis 25 Prozent der jungen Menschen eine kleine Verletzung an der Gefäßinnenwand einer Halsarterie dafür verantwortlich sein. Es bildet sich ein Wandhämatom, das zu einer Engstelle führt, im schlimmsten Fall zu einem Gefäßverschluss. Die davon betroffenen Patienten sind oft erst Mitte 40 oder noch jünger, so die Stiftung. Grundsätzlich seien Schlaganfälle bei jungen Menschen aufgrund der Komplexität jedoch schwieriger zu diagnostizieren: Bei weniger als der Hälfte der Fälle wird die Schlaganfall-Ursache – trotz intensiver Diagnostik – nicht gefunden.

„Die beste Medizin ist und bleibt aber immer noch die Vorbeugung“, sagt Harald Ruh. Das heißt: „Stellen Sie das Rauchen ein, ernähren Sie sich gesundheitsbewusst und bewegen Sie sich regelmäßig.“ Der Abbau von Übergewicht und regelmäßige Arztbesuche – zum Beispiel im Rahmen von kostenfreien Check-ups – helfen, das Risiko für einen Schlaganfall zu senken.

Info: www.kkh.de/download unter „Flyer & Broschüren“, Stichworte „Erkrankungen“ und „Vorsorge“.

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