Breisach Aktuell

75 Jahre Feuerwehr Gündlingen

 

Das Jubiläumsfest im Rahmen des „Tag der Helfer“ findet rund um die Schule in Gündlingen statt. Um 11 Uhr geht es los: der Festplatz wird eröffnet und der Musikverein Gündlingen gibt ein Platzkonzert.
Frühschoppen, Mittagessen und Kaffee und Kuchen in den Nachmittagsstunden locken die kulinarisch Interessierten, aber auch das abwechslungsreiche Rahmenprogramm ist einen Besuch auf dem Festplatz wert: eine große Fahrzeugausstellung informiert über die Geräte, Vorrichtungen und (Spezial-)Fahrzeuge der „Floriansjünger, macht klar, wie intensiv Feuerwehrmänner und -frauen an diesen Geräten üben müssen, damit dann im Ernstfall, unter Stress, wo es oft um Sekunden geht, alles optimal klappt. Wo und wie sich die Helfer einsetzen, das zeigen Vorführungen von Feuerwehr, THW, Rotes Kreuz, Polizei, DLRG, Rettungshundestaffel und Bergwacht.


75 Jahre ist die Freiwillige Feuerwehr Gündlingen nun alt – gegründet 1942, während des 2. Weltkrieges. Aber eigentlich reichen die Wurzeln noch viel weiter in die Historie zurück: Schon im Mittelalter gab es in Gündlingen wie auch in ähnlichen Orten eine „Feuerlöschordnung“: Bürger hatten sich bewaffnet – Brände gingen damals oft mit Plünderungen einher – an festgelegten Punkten einzufinden, ein jeder Haushalt hatte einen ledernen Löscheimer bereitzuhalten.
Etwas moderner ging es schon 1842 zu: hier ist in den Ortsakten festgehalten, dass Gündlingen eine Gespannspritze bekam. 1864 schenkte die Aachener und Münchener Versicherung dem Ort eine von Hand zu ziehende Löschspritze. 1895 wurde eine Gespannspritze der Freiburger Firma Grether gekauft, die beachtliche 265l Wasser/Minute fördern konnte. Aufzeichnungen von 1897 belegen, dass die Gündlinger Wehr damals in vier Abteilungen mit insgesamt 150 Wehrmännern gegliedert war: Spritzenmannschaft, Wasserträgermannschaft, Rettungsmannschaft und Wachmannschaft.
Nach der Gründung 1942 war die nächste Station 1947 die Anschaffung einer „Tragkraftspritze“, auf die 1952 der Kauf eines „Tragkraftspritzenanhängers“ TSA erfolgte. Schon ein Jahr später wurden Sirenen auf dem Dach des Rathauses installiert, eine zweiteilige Schiebeleiter erworben ebenso eine Tragkraftspritze, die 1967 durch ein neueres Modell ersetzt wurde. Mit der Gemeindereform 1972 wurde die Gündlinger Wehr – der Ort gehörte nun zu Breisach – eine Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Breisach. Im gleichen Jahr wurde der Farrenstall in viel Eigenarbeit zum Gerätehaus umgebaut, in dem dann 1973 ein Löschfahrzeug LF8 der Marke Hanomag sein zuhause fand. Dieses Fahrzeug wurde knapp 25 Jahre später durch den jetzigen LF8/6 ersetzt. 2009 konnte das neue, jetzige Feuerwehrgerätehaus eingeweiht und bezogen werden.
Im Jubiläumsjahr besteht die Freiwillige Feuerwehr Gündlingen aus 36 aktiven Feuerwehrmännern sowie fünf aktiven Feuerwehrfrauen, die Jugendfeuerwehr besteht derzeit aus vier Mädchen und sieben Jungen. Die Altersabteilung besteht aus sechs Kameraden.

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