Breisach Aktuell

2016 war eine erfolgreiche Theatersaison

v. l. Elke Bürgin, Fran Ganz, Christian Schulz, Bürgermeister Oliver Rein, Michaela Fritz, Jens Distel, Mirco Lambracht und Silvana Ganz. Bild BA

Festspiele Breisach e.V.

Mirco Lambracht hat als 1. Vorsitzender der Festspiele Breisach seine erste beeindruckende Saison mit der weit gefächerten Theaterbelegschaft hinter sich. Tags Arbeit, Nachts Gäste, so lautet die Herausforderung bei den Theateramateuren, dazu Höchstleistungen und Zeitintensität auf dem Festspielgelände für alle Mitglieder der Festspielgemeinde. Wohlgemerkt vor und während der  Aufführungen, auch so etwas kann durchaus Spaß und Freude bereiten.
Kulturcocktail des Jahres 2016 waren im Abendstück „Der Glöckner von Notre Dame“ mit Regisseur Armin Kuner und im Kinder und Jugendstück  „Die Bremer Stadtmusikanten“ mit Regisseur Peter W. Hermanns. Auf rauhen Wegen zu den Sternen, ja in der Spannung des Theaters zu leben, kann auch sehr spannend sein. Und nur eine gemeinsame Kraftanstrengung aller Beteiligten vor und hinter den Kulissen während der Saison können Sternstunden am Theaterhimmel garantieren und gleichsam ins Badener Land, ins benachbarte Elsass und weit darüber hinaus ausstrahlen. Träume wurden wahr, alle Vorstellungen waren so gut wie ausverkauft. Die Festspiele sind damit nach 93 Jahren Schauspiel selbst zum Märchen geworden.
Im Schauspieljahr 2017 werden mit dem bewährten Team von William Shakespeare im Abendstück mit „Was ihr wollt“ aufgelegt und das Kinder- und Jugendstück wartet mit „Rumpelstilzchen“ der Brüder Grimm auf. Damit kann sich die Naturschaustätte auf dem Schlossberg wieder dem Theaterpublikum präsentieren. Eine Frage tut sich auf: Wie viel Theater verträgt der Mensch? Des Menschen höchste Lust befriedigt schließlich nicht die Gewohnheiten des Publikums, sondern verändert sie. Theater ist die Kunst des Möglichen.  So wurde Shakespears Werk im Laufe der Jahrhunderte zur ergiebigsten Quelle geflügelter Worte, das sind literarische oder überlieferte Zitate. Nur die Bibel wird öfter zitiert. Die Kunde in Prosatexten von wundersamen Begebenheiten mit phantastischen Elementen und mit Hinweisen auf die gesellschaftlichen Bedingungen beherrschten Jacob und Wilhelm Grimm in ihren Märchen perfekt.
Die Vorbereitungen für die neue Theatersaison laufen bereits auf Hochtouren und werden wieder von einem phantastischen Bühnenbild unter Verantwortung von Stefanie Breidenstein geprägt. Lambracht wollte dahingehend ein berechtigtes Interesse wecken in der Mitgliederversammlung. Mehr Informationen zu diesem prägnanten Aushängeschild gab es verständlicherweise noch nicht. Wer sich aber in der Breisacher Theaterszene auskennt, weiß auch, dass das jeweilige Bühnenbild neben den Kostümen und der Maske immer eine besondere Auszeichnung verdient hat. Das ist neben dem Schaulaufen bei anderen Großereignissen Eigenwerbung der ganz besonderen Art für die Festspiele Breisach, denn die vielen Besucher können sich jedes Jahr auf eine attraktive Vorstellung freuen.  Damit sind die Festspiele auch kerniger Antriebsmotor für die geschichtsträchtige Stadt Breisach in Sachen Tourismus. So sieht das auch der Schirmherr der Festspiele, Bürgermeister Oliver Rein. Lambracht sieht die Festspiele auf gutem Weg. Verantwortung, Kommunikation, Miteinander,  und Vernetzung sind ihm wichtig. Die Wegbeschreibungen werden gemeinsam mit der Stadt Breisach aktualisiert. Elke Bürgin, die 2. Vorsitzende verlas den umfangreichen Geschäftsbericht. Nähen, Bauen, Proben, ein stattliche Anzahl von Terminen über das ganze Jahr verteilt. Fototermin, Schaulaufen, Putzete, Besuche bei befreundeten Theatergruppen, Spielerdank, Kinder- und Jugendspielerdank und so weiter und so fort. Patricia Kaiser konnte einen sehr erfreulichen Kassenbericht vorlegen, der nötige Investitionen in die Infrastruktur möglich macht. Oliver Rein würdigte die vorbildliche Arbeit der Festspiele und dankte für den Zauber auf der Bühne. Für die von ihm als  kommunales, kulturelles Unternehmen bezeichneten Festspiele leitete er die Entlastung des Vorstands ein. Einstimmig wurde dieser von den anwesenden Mitgliedern entlastet. In einer Abstimmung wurde das passive Wahlrecht auf 16 Jahre herabgesetzt. Das ist sinnvoll in einem Verein, in dem sich Kinder und Jugendliche sehr wohl fühlen und bestens integriert sind.
Yvonne Dewaldt gab Einblick in ihre langjährige Tätigkeit auf der Suche und bei der Betreuung von  Sponsoren. Das funktioniert nur im partnerschaftlichen Miteinander und mit gegenseitiger  Wertschätzung. Ein Referat von Andrea Löwl gab umfangreichen Einblick in ihre spannende und aufregende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Abstimmung mit den Regisseuren war über die Jahre immer Herausforderung. Multiplikatoren für die Festspielinformation nach außen sind die Tourist Informationen der Kommunen ebenso, wie jedes Mitglied mit der Flyer Verteilung. 500 Festspielbesucher nahmen an der erstmals durchgeführten Befragung teil. Sie nahmen keinen Anstoß am Preis- und Leistungsverhältnis und offenbarten eine überregionale Stammkundschaft. Denkwürdig war nur die Offenbarung der Besucher, dass fast alle mit dem Auto kommen. Das betrifft übrigens auch die Besucher aus Breisach. Bei der bestehenden Parkplatzsituation zeigte sich ganz klar Handlungsbedarf.
(Text: Eberhard Kopp)

Ehrungen

Die Festspiele Breisach sind eine große Familie. Jetzt konnten treue  Mitgleider geehrt werden, die sich auch nie scheuten, Verantwortung zu übernehmen und dazu noch viele Jahre erfolgreich als Amateurschauspieler aufzutreten.
Seit vielen Jahren sind sie den Festspielen aktiv verbunden. Die Geehrten wurden vom 1. Vorsitzenden Mirco Lambracht und von Christian Schulz vom Landesverband Amateurtheater  stellvertretend für den Bundesverband Amateurtheater geehrt.
Die Geehrten:
Silvana und Frank Ganz (jeweils 25), Jens Distel (25) und in Abwesenheit Alexandra Laurenat (25) sowie Michaela Fritz (10).

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