Markgräfler Bürgerblatt

2. Müllheimer Graffiti-Contest

Das Sieger-Graffiti von „RAY“ Fotos: Stadt Müllheim

Szene-Kunst im öffentlichen Raum
Das Graffitis mehr sein können als Schmierereien an Hauswänden, zeigten die acht „Pieces“ der jungen Sprayer aus Müllheim und Freiburg, die es am vergangenen Samstag beim zweiten Müllheimer Graffiti-Wettbewerb des Stadtjugendreferats in die Wertung geschafft hatten. Davon konnten sich auch viele Passanten überzeugen, die den Teilnehmern auf dem Markgräfler Platz oder in der Werderstraße über die Schultern schauten. Sieger des
Wettbewerbs wurde erneut der 15jährige Freiburger „Ray“. Waren im letzten Jahr beim 1. Müllheimer Graffiti-Contest die Fußgängerunterführungen als
Wettbewerbsflächen freigegeben, sprayten die Jugendlichen diesmal auf 2,5 mal 2 Meter großen Holztafeln vor den Augen vieler interessierter Passanten auf dem Markgräfler Platz und an der Werderstraße. Organisiert wurde der Contest von Bernd Jahn, Lisa Holzheimer und Praveen Pulendran vom Müllheimer Stadtjugendreferat, in Zusammenarbeit mit dem Freiburger Graffiti-Künstler und Grafikdesigner Sebastian Rauch, alias „Pone“. Ziel des Wettbewerbs ist es auch, diese Form der Jugendkultur noch mehr in die Öffentlichkeit zu bringen. Viele Passanten nutzten denn auch die Gelegenheit, den Künstlern über die Schulter zu schauen, unterhielten sich mit den jungen Leuten und bewunderten die gekonnte Spray-Technik, mit der die Teilnehmer ihre „Pieces“ auf die Tafeln zauberten. Wie in der Sprayer-Szene üblich, agierten dabei alle Teilnehmer unter ihren „Tags“ wie RAY, SEAN, SAPE, „SANE, FREM, MOE379, RE und ZIEK, mit denen Sie auch ihre Bilder kennzeichneten. Bewertet wurden die Bilder anschließend nach dem ersten spontanen Eindruck, der Idee und der Komposition. Zudem wurden die Technik und die Sauberkeit der Ausführung bewertet. Danach stand als Sieger erneut der Vorjahres-Sieger „Ray“ aus Freiburg fest, dem der Jury-Vorsitzende Sebastian Rauch einen sehr hohen Technik-Verstand bescheinigte. Aber auch die Zweit- und Drittplatzierten, der Müllheimer MOE379 und der Freiburger ZIEK bestachen unter anderem mit einer komplexen Typographie und hatten farblich durchaus den „Graffiti-Vibe“ getroffen. Im Anschluss ging es dann mit allen Teilnehmern zum Jugendzentrum „Bungalow“ in der Goethestraße, wo die Veranstaltung bei Burgern, HipHop und Live-Rap ihren Abschluss fand.

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