Markgräfler Bürgerblatt

18. Genusslauf 2018

„Hellway To High“ – das Motto des 18. Genusslaufs zu Müllheim ließ Blitz, Donner und Hagelschauer erwarten, doch statt einen Höllenpfad in die Höhe der Wälder zu legen, zeigte sich der alemannische Wettergott von seiner besten Seite und schickte Sonnenschein mit frühsommerlichen Temperaturen. Insgesamt 1.300 Lauf- und Genussfreunde erlebten so ein intensives und wunderschönes Wochenende im Markgräflerland.

Von wegen Hell, alles Fun!

Schon früh am Sonntag trafen die ersten GenussläuferInnen im Eichwaldstadion ein – noch früher begannen die HelferInnen mit den Vorbereitungen und dem letzten Feinschliff. Und das wie angekündigt bei strahlendem Sonnenschein, zunächst noch angenehm frisch, später frühsommerlich warm. Schlag 12 Uhr starteten 150 begeisterte Kinder voller Spannung ihren alljährlichen Lauf: die Jagd aufs Wildschwein.

genusslauf zerberus

Das Team „Zerberus der Höllenhund“, das den Preis für die beste Kostümierung gewonnen hat. Foto: privat

Dass der Genusslauf der etwas besondere Lauf ist, zeigt sich auch daran, dass mehr als 40 Prozent der Startplätze in beiden Läufen von Frauen gebucht wurden – in welchem Lauf gibt es das schon? Der Halbmarathonsieger unter 275 Finishern hieß erneut Fritz Koch, vor Robert Krinke und dahinter, bereits mit etwas Abstand, kam Fabian Seidler ins Ziel. Deutliche Erste bei den Frauen wurde die Berlinerin Stefanie von Mechow. Lena Wagner wurde Zweite, Julia Koch Dritte.

Im Viertele-Lauf über gut 10.000m mit insgesamt 864 Zielankünften wiederholte Karin Kramer ihren Vorjahreserfolg und den von 2015, vor Daniela Bär und Heike Dold. Bei den Männern stürmte Lokalmatador Dominik Meier aus Müllheim weit vor dem Feld auf Platz 1. In einem packenden Finish über mehrere Kilometer sicherte sich der erst 18-jährige Caleb Trabitzsch, der hier schon mit 16 Jahren Zweiter wurde, erneut Rang 2. Im Sekundenabstand folgten Fabian Klotz und Simon Andreas Wuethrich.

Erstmals wurde unser Halbmarathon auch rückwärts gelaufen, nämlich von Ralf Klug aus Kenia, gebürtiger Kanderner, dem Weltrekordler im 100-km-Rückwärtslauf.  Er wurde mit einem Ehrenpreis belohnt.

Sieger was die Kostümierung angeht wurde dieses Jahr die Mon Devoir-Gruppe, die einen gigantischen Dieselmotor mit unzähligen menschlichen Zylindern, gewaltigen Emissionen und einem Heer von teuflischen Partikeln auf die Strecke brachte – Zerberus der Höllenhund. Platz zwei ging an die Gruppe „vom Höllental nach Himmelreich“, Platz drei an „Runners Hai“ aus Weil, acht Läufer, die einen riesigen Hai ins Stadion trugen. Mara-Tonni alias Josef aus Oberkirch, in einen monströsen Wecker verpackt und begleitet von einer kleinen Teufelsgruppe, siegte in der Einzelwertung.

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