Markgräfler Bürgerblatt

15.11.2014 – Buchpräsentation Weinstetter Hof

Vandalen am Oberrhein

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Eschbach. Ein besonders gutes Image haben sie nicht, die Vandalen, spricht man doch heute noch von „Vandalismus“, wenn es um tiefgreifende, mutwillige Zerstörung geht.
„Die waren gar nicht so barbarisch, wie man gemeinhin glaubt“, sagt nun aber Harald Kraus. Und der Eschbacher Bürgermeister sollte es wissen: sieben Jahre hat er für seinen Roman „Mit den Göttlichen an das Ende der Welt“ recherchiert, zwei Jahre lang, jeden morgen ab 5 Uhr, hat er an dem 400 Seiten Wälzer geschrieben, der die Geschichte des jungen Vandalen Farold erzählt, der vor den Hunnen mit seiner Sippe aus seinem angestammten Siedlungsgebiet in Schlesien gen Südwesten flieht.
Farold erlebt einiges an Abenteuern und findet im Breisgau, also direkt hierbei uns, seine große Liebe. Und so wundert es auch nicht, dass der geschichtlich erwiesene Rheinübergang der Vandalen in der Silvesternacht 406/07 vom Autor auf die Höhe des Weinstetter Hofes verlegt worden ist.

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Der Weinstetter Hof ist denn auch folgerichtig Schauplatz der Buchpräsentation: am Samstag, 15. November um 18 Uhr stellen Autor Harald Krauss und Verleger Markus Hemmerich das Buch vor. Kraus, gelernter Verwaltungswissenschaftler und einst jüngster Bürgermeister Baden-Württembergs, wird nicht nur aus seinem Roman lesen, sondern auch  Fragen beantworten – denn, mal ehrlich: wer wusste denn schon, dass jener Volksstamm, der 450 Rom plünderte, ein Reich in Nordafrika gründete und dann, nach Jahrzenten Wohllebens im Dunkel der Geschichte verschwand, einmal am Oberrhein war?
Für Leseratten und geschichtsinteressierte dürfte die Präsentation im Weinstetter Hof daher interessant, spannend und informativ sein.

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