Breisach Aktuell

100 Jahre Sportverein Burkheim

Festakt stand ganz im Zeichen „Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft“

Zu den Gratulanten beim Festakt gehörten Bürgermeister Benjamin Bohn, Ortsvorsteherin Alexandra Bercher, der Präsident des Badischen Sportbundes, Gundolf Fleischer, der Präsident des Südbadischen Fußballverbandes, Thomas Schmidt, und der Bezirksvorsitzende Arno Heger.
Es war ein Abend, der bleibende Eindrücke bei den Gästen in der vollbesetzten Lazarus von Schwendi-Halle hinterlassen hat. Im Foyer erwartete das Organisation-Team um Jochen Schneider und Lars Göppert die geladenen Mitglieder und Ehrengäste mit einem Sekt und einer beeindruckenden Ausstellung aus 100-Jahren Sportverein Burkheim. In der festlich geschmückten Schwendi-Halle eröffnete die Stadtkapelle den offiziellen Teil des Festaktes.
Der Vorsitzende Bernd Klaus hielt eine hochemotionale Festansprache ohne Zahlenwerke. Dafür hatte ein Team um Schneider und Göppert eine mit vielen Bildern und Dokumenten gestaltete Festschrift aufgelegt. Dass der Sportverein Burkheim mehr als nur ein Fußballverein ist, machte der Vorsitzende deutlich mit der Auflistung der baulichen Aktivitäten. So wurde das erste Clubheim, als eines der ersten in der Region, bereits um 1970 erstellt, der jetzige Bau wurde 1986 eingeweiht. Dazu erstellte man den Rasen- und Tennenplatz und baute zwei Tennisplätze. Eine Mammutaufgabe war auch das Verlegen einer rund 1.000 Meter langen Stromleitung und die Erstellung der Wasserleitungen.
Dass sich der Verein auch im gesellschaftlichen und kulturellen Leben des Städtchens einbringt und mit seiner Jugendarbeit und der Integration vieler ausländischer Spieler einen großen sozialen Dienst leistet, dafür dankte Bürgermeister Bohn.
100 Jahre Vereinsarbeit sind auch 100 Jahre Wertevermittlung, so die Sportfunktionäre Fleischer, Schmidt und Heger in ihren Grußworten. Werte wie Treue, Zuverlässigkeit, Disziplin und Kameradschaft waren sicher die Voraussetzung dafür, dass der Sportverein sein 100-jähriges Bestehen feiern konnte. Die Glückwünsche zum Geburtstag der Burkheimer Vereine überbrachte deren neuer Vorsitzender, Alois Schies. Wie gut man hier zusammen arbeite, zeige sich daran, dass sich alle Vereine in die Gestaltung des Abends einbrachten und so die Sportler die Gelegenheit hatten, ihren Geburtstag ausgiebig zu feiern. Ein Höhepunkt war der Auftritt von Patrick Bäurer mit seinem „Special Act, Professional Football Freestyle“. Sein Können mit dem Ball sorgte für Beifallsstürme in der Halle. Durch das Programm führte gewohnt sicher der bei vielen Veranstaltungen erprobte Manfred Schäfer.
„Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft“, so lautet das Motto des Jubiläumsjahres. Die Gründung des Sportvereins 1920 unter der Federführung von Hauptlehrer Harsch war nur zwei Jahre nach dem Ersten Weltkrieg sicher nicht einfach. Ein brauchbares Spielfeld musste geschaffen werden und Sportkleidung und Bälle gab es nicht im Sportcenter. Die erste Dokumentation über ein Fußballspiel finden wir in der Breisacher Zeitung: Am 2. April spielte man gegen den SC Eichstetten und gewann mit 5:2. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde der FC Burkheim in DJK (Deutsche Jugendkraft) umbenannt und mit dem Jungmännerverein verbunden. 1940, als die Vereinsfahne bei der Sonnwendfeier verbrannt wurde, wurde auch der Sportverein aufgelöst.


Zur Vergangenheit gehört auch die Neugründung des Vereins 1949. Das erste Verbandsspiel fand in der A-Klasse West am 18. September 1949 statt. Gegner war der SV Ebnet und man verlor mit 0:4. 1950 wurde der Sportplatz erweitert und am 19. März verlor man ein Pokalspiel gegen die Sportfreunde Freiburg mit 0:5.


Die Gegenwart rechnen wir ab 2002, als unsere aktive Mannschaft überlegen die erste Meisterschaft erringen konnte. Nach einem Abstieg gelang 2007 der erneute Aufstieg. Seither gehört man der Kreisliga A an. Der einstige Vorsitzende, Karl-Heinz Augustin, nannte die Kreisliga A die Bundesliga für den SV Burkheim. Zwischen 1970 und 2000 gab es nur wenig sportliche Erfolge zu feiern. Eckhardt Bercher und Roland Schreiber war es zu verdanken, dass der Verein 1973 nicht aufgelöst wurde. Seit gut 20 Jahren muss sich der Sportverein mit der Verlegung des Sportgeländes befassen. Das schmucke „Rheinstadion“ fällt dem geplanten Polder zum Hochwasserschutz Breisach-Burkheim zum Opfer.


Zukunft. Mit der Gründung einer gemeinsamen Jugendabteilung mit dem SV Achkarren und dem FC Vogtsburg haben alle drei Vereine ein positives Zeichen gesetzt. Eine weitere große Herausforderung erwartet den Sportverein Burkheim mit der Umsiedlung der Sportanlage vom Rheinwald an die L114. Die Planung ist abgeschlossen. Der SVB wartet auf den Baubeginn.

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