Markgräfler Bürgerblatt

40 Jahre Europa-Park – Eine Region feiert Park-Geburtstag

50.000 Besucher feierten am vergangenen Wochenende bis spät in die Nacht den 40. Geburtstag von Deutschlands größtem Freizeitpark – dem Europa-Park in Rust. Bild: rs

Rust. Als sich am 12. Juli 1975 das Tor zum „Europa-Park“ im verträumten Fischerdorf Rust zum ersten Mal öffnete, glaubte nur wenige an einen Erfolg. Franz Mack, Leiter eines seit 200 Jahren erfolgreich agierenden Familienbetriebs, der Achterbahnen und ähnliches Kirmeszubehör herstellte sowie sein Sohn Roland, frisch gebackener Dipl.-Ing., wagten den Schritt ins Ungewisse. Ein ständiges Schaufenster der Firma Mack sollte – eigentlich – entstehen.
In Rust kauften sie einen kleinen, privat geführten Märchenpark und von der Gemeinde ein Stück des Schloss-Parks. Bedingung: der öffentliche Gemeindepark sollte Einwohnern von Rust weiterhin kostenfrei zur Verfügung stehen. Start des Europa-Parks – und die Vereinbarung, im Gemeindebuch Rust eingetragen – hat heute noch für den Freizeitpark Gültigkeit. Das bis dahin unbekannte Dorf Rust freute sich, es hatte den kostenintensiven „Pflegefall Schlosspark“ los und auch noch D-Mark in die Kasse bekommen.
Mit wenigen Attraktionen – Mississippi-Dampfer, Westerneisenbahn, Monza-Piste begann der Betrieb, 4.000 Neugierige kamen am ersten Tag. Wenig später titelte eine große südbadische Tageszeitung: „Der Pleitegeier kreist über Rust“ oder „… die Freizeitruine wächst.“ – wie man sich doch irren kann!
Heute ist Rust weltweit ein Begriff, einen „Europa-Park“ gibt es rund um den Erdball nur einmal. Er mauserte sich zu Deutschlands führenden und größtem Familien- und Freizeitpark und beschert dem ehemaligen armen Fischerdorf Wohlstand, einer ganzen Region sichere Arbeitsplätze: allein in der Saison 2014 hatten über 5-Millionen Besucher aus aller Welt hier Spaß, Freude, Unterhaltung und Abwechslung. Kein Wunder also, dass jüngst über 50.000 Gratulanten im Park unterwegs waren und die verschiedensten Kerzen- und Lichtinstallationen anlässlich des Park-Geburtstags bewunderten. „Man muss Menschen mögen“, sagt Roland Mack, der heute den Familienbetrieb mit seinem Bruder Jürgen und den Söhnen Michael und Thomas als Senior und Geschäftsführender Gesellschafter leitet. (rs.).

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