Markgräfler Bürgerblatt

Was tun bei Angst vorm Zahnarzt?

Viele Menschen fürchten sich vor dem Gang zum Zahnarzt. Diese Angst äußert sich unter anderem durch eine erhöhte Anspannung und innere Unruhe, Puls- und Herzrasen sowie Schwitzen. Einige Menschen leiden unter einer regelrechten Dentalphobie und weichen der gefürchteten Situation jahrelang aus. Im Laufe der Zeit verschlimmert sich der Zustand ihrer Zähne stetig, wodurch Betroffene sogar ihre Gesundheit riskieren. So dringen Bakterien über einen geschädigten Mundraum leichter in den Körper ein und können sogar Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslösen.

Zahnarztangst beruht oftmals auf schlechten Erfahrungen, wie starken Schmerzen beim Bohren oder traumatischen Erlebnissen in der Kindheit. Zudem geben viele Erwachsene ihre Angst oftmals unbewusst an ihre Kinder weiter, denn die Kleinen bemerken selbstverständlich, wenn ihre Eltern ungern zum Zahnarzt gehen. Drohungen wie „Wenn du nicht die Zähne putzt, muss der Zahnarzt bohren“ tun ihr Übriges, um schon in Kindheitstagen ein negatives Bild vom Zahnarzt im Kopf zu verankern.

Bei den Behandlungsmethoden gibt es einige Maßnahmen, die zur Beruhigung der Patienten beitragen können. „Lachgas unterdrückt mit seiner entspannenden Wirkung die Zahnarztangst. Über eine Nasenmaske verabreichen wir den Patienten das Sauerstoff-Lachgas-Gemisch. Da die Dosierung individuell eingestellt wird, eignet es sich auch gut für Kinder“, erklärt ein Experte. Die Kosten der Lachgasbehandlung liegen bei 60 bis 100 Euro pro Stunde und werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Manche Zahnärzte verwenden zur Behandlung von Angstpatienten auch Hypnose. Sie versetzen die Patienten in eine Trance, sodass diese zwar für den Arzt ansprechbar bleiben, aber die Behandlung dennoch nicht bewusst erleben. Allerdings wirkt Hypnose nicht bei jedem. Auch hier zahlen die Krankenkassen die ungefähr 150 Euro pro Stunde nicht.

Dentalphobiker wünschen jedoch oftmals stärkere Maßnahmen als Lachgas und Hypnose. Für den sogenannten Dämmerschlaf verabreichen Ärzte den Patienten ein Narkosemittel. Im Gegensatz zur Vollnarkose bleiben sie bei diesem Verfahren jedoch ansprechbar und fühlen sich während der Behandlung unbeschwert und schläfrig. Später können sich die Patienten nicht mehr an den Eingriff erinnern. Da ein Anästhesist hinzugezogen wird, belaufen sich die Kosten auf ungefähr 250 bis 300 Euro die Stunde. Ähnliche Kosten entstehen bei einer Vollnarkose, die für extreme Angstpatienten die bevorzugte Behandlungsmethode darstellt. Durch die Gabe eines Anästhetikums verschlafen sie den gefürchteten Eingriff im wahrsten Sinne des Wortes.

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