Breisach Aktuell

Vom „einfachen Winzer“ zum Weinbau-Präsidenten

Die Badische Weinkönigin Franziska Aatz und Franz Benz, Vizepräsident des Badischen Weinbauverbandes, überreichten Norbert Weber (l.) die Adolph Blankenhorn Medaille. Foto: Uli Homann

Bankenhornsmedaille für Bischoffinger Norbert Weber

Müllheim. Der Badische Weinbauverband hat dem langjährigen Präsidenten des Deutschen Weinbauverbandes, Norbert Weber (69), aus Vogtsburg-Bischoffingen die Adolph-Blankenhorn-Medaille verliehen. Weber erhielt die höchste Ehrung, die der Badische Weinbauverband zu vergeben hat, bei einem Festakt in Müllheim im historischen Landgasthof „Alte Post“.

Die Medaille erhalten Persönlichkeiten, die sich in außergewöhnlichem Maß um den deutschen Weinbau verdient gemacht haben. Namensgeber ist der Müllheimer Weinbaupionier, Oenologe und Universalgelehrte Adolph Blankenhorn (1843 – 1906), den die Branche als Erneuerer der Kellerwirtschaft und Motor wissenschaftlicher Beschäftigung mit dem Weinbau achtet. „Blankenhorn war ein großer Sohn unserer Stadt“, sagte Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich bei der Medaillen-Verleihung. Sie muss laut Statut immer in Blankenhorns Geburtsort Müllheim stattfinden, der siebtgrößten Weinbaugemeinde in Baden- Württemberg.

Norbert Weber, Bürgermeister-Sohn aus Bischoffingen, war der erste Genossenschaftswinzer, der 1997 zum Präsidenten des deutschen Weinbauverbandes gewählt wurde – zuvor hatte er sieben Jahre den Badischen Weinbauverband geführt und federführend in der Badischen Landjugend gewirkt. Weber, nach Adolph Blankenhorn der achte Präsident des Weinbauverbandes,  engagierte sich auch als Gemeinderat in Vogtsburg. Wissenschaftliche Begleitung des Weinbaus sei wichtiger denn je, sagte der Geehrte in seiner Dankesrede, gerade angesichts des Klimawandels. Dass die Wissenschaft der Praxis dient, darauf habe Weber immer abgezielt und das auch gegenüber Professoren nachdrücklich vertreten, sagte Rudolf Nickening, Geschäftsführer des Deutschen Weinbauverbandes in seiner Laudatio. Er würdigte auch Webers Anstrengungen für die deutsche Weinwerbung, sinnvolle europäische Regelungen und Qualitätsbewusstsein in der Weinwirtschaft. Weber selbst befand, er sei froh, nach den Funktionärsjahren „jetzt wieder ganz Winzer zu sein“. (uh)

 

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