THW soll Behelfsbrücke bauen

Die Bernardus-Brücke in Bad Krozingen bleibt auf Monate bis Jahre für jeglichen Fußgänger- wie Straßenverkehr gesperrt, das marode Bauwerk muss wohl durch eine neue Brücke ersetzt werden. Volker Kieber, Bürgermeister der Stadt Bad Krozingen, kann und will die Verantwortung für die weitere Querungsnutzung über den Neumagen, sei es auch nur durch Fußgänger und Fahrradfahrer, nicht übernehmen.Zu groß ist die Gefahr, dass der 1956 in der Brücke von Ufer zu Ufer verbaute Spannstahl ST145/160 plötzlich „wie Glas“ zerbricht, die Brücke unversehens in das Flussbett stürzt. Das ergaben Ende Januar die turnusmäßigen, alle sechs Jahre vorgeschrieben Hauptuntersuchungen durch den für 2018 neu beauftragten Brückenbauexperten.

Die in der Brücke quer zum Flusslauf verbauten, die Last des Bauwerks tragenden Stahlbänder, müssten eigentlich nach wie vor von Beton fest umschlossen sein. Entlang des Stahls 145/160 bildeten sich jedoch im Laufe der Jahre durch Auswaschungen gefährliche Hohlräume, die ihn korrodieren lassen. Feuchtigkeit gepaart mit Luft zerfrisst die Stahlbänder, sie können zerbrechen, die Brückenstatik kann die Belastung nicht mehr Stand halten.

Die Stadtverwaltung lässt derzeit durch Beweissicherung und weitere Gutachten untersuchen, ob nicht schon bei der letzten gutachterlichen Untersuchung 2012 und bei den folgenden, in den letzten Jahren vorgenommenen Ausbesserungsarbeiten, Mängel, zum Beispiel die entstandenen Hohlräume direkt unterhalb der tragenden Spannbewehrung (Spannstahlstränge), hätten bemerkt werden müssen. Laut Kieber würde die Stadt dann die 2012 entstandenen Untersuchungskosten, rund 150.000 Euro, zurückfordern.

Bernardus-Brücke in Bad Krozingen wird durch eine neue Brücke ersetzt

Das Technische Hilfswerk (THW) steht bereit, parallel, direkt westlich an der Bernardus-Brücke, einen Holzsteg zu bauen, um so für Fußgänger und Fahrradfahrer wieder einen direkten, wechselseitigen Zugang zu den Geschäften in der Garten- und Bahnhofsstraße, zum Bahnhof etc. zu ermöglichen. Allerdings müssen hierfür erst die entsprechenden Wasser- wie auch baurechtlichen Genehmigungen, zum Beispiel für die Widerlager zum Holzsteg auf beiden Seiten des Neumagens, von übergeordneten Freiburger Behörden eingeholt werden.

Vorschriften hin oder her – da wiehert der Amtsschimmel und der Bürger wundert sich! Derzeit weisen an beiden Sperrzäunen in Plastikhüllen ausgehängte Handzettel Fußgängern den nächsten, jeweils etwa 500 Meter langen Umweg auf die andere Seite des Neumagen in Bad Krozingen. (rs.)

Nichts geht mehr: Für jeglichen Verkehr gesperrt bleibt die vom Einsturz gefährdete Bernardus-Brücke in Bad Krozingen sicher die nächsten Monate, möglicherweise bis zu bis zwei Jahren. Umleitungshinweise für Fußgänger und Fahrradfahrer zeigen derzeit den Weg zum nächsten Neumagen-Übergang.

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