Markgräfler Bürgerblatt

Streitobjekt „Altes Schulhaus“

Wird das alte Schulhaus Heitersheim aus dem Jahre 1783 neuen Baumaßnahmen weichen müssen? Die historische Postkarte um 1900 zeigt das von dem zeitgenössisch regional bedeutsamen Architekt Lorenz Wirth konzipierte Gebäude zwischen Oberdorf und Unterdorf. (Foto: privat)

Kommunale Gewitterwolken über Heitersheim

Der Ton zwischen dem Heitersheimer Bürgermeister Martin Löffler und seinem Amtsvorgänger Jürgen Ehret im Zusammenhang mit dem alten Schulhaus wird schärfer. Das Landratamt Breisgau-Hochschwarzwald hat dem Markgräfler Bürgerblatt gegenüber bestätigt, dass es sich weiterhin um ein Denkmal geschütztes Gebäude handelt. Dieses Prädikat wird die „alte Schule“ nicht ohne weiteres verlieren. Damit werden Grundstücksverkauf in Gänze oder in Teilen, Abrissgenehmigung des Hauses oder ganz neue Projektierung gewiss noch einmal Beschlussvorlagen für den Gemeinderat werden müssen.
Der Verkauf des Grundstücks wurde im Grundbuch noch nicht festgeklopft und die Stadt Heitersheim hat sich auch noch nicht festgelegt, als Eigner das Grundstück „geputzt“ an den potentiellen Investor zu übergeben. Was bei Beobachtern Stirnrunzeln auslöst, ist die Tatsache, dass Verkaufserlös und Abrisskosten bereits im Haushalt 2017 eingeplant sind. Bislang ausgeblieben ist zudem eine Diskussion im öffentlichen Teil der Gemeinderatsitzungen.
Jürgen Ehret sucht als Beobachter des örtlichen Geschehens den Erhalt und eine Sanierung dieses zweifelsfrei auch Ortsbild bestimmende Objekts. Und er sucht Mitstreiter. Martin Löffler und sein Gemeinderat wiederum zeigen fraktionübergreifend wenig Bezug zu diesem historischen Gemäuer und streben händeringend nach neuem Wohnraum für die wachsende Malteserstadt. Die Aktivitäten seines Amtsvorgängers als Denkmalschützer stören den Amtsinhaber gewaltig, wie ein Brief zeigt, den Martin Löffler den Medien selbst zugänglich gemacht hat. Zitat: „Sehr geehrter Herr Ehret, es ist irritierend, dass Sie als früherer Bürgermeister Inhalte aus nichtöffentlicher Sitzung preisgeben, die Sie offenkundig auf einem nicht ordnungsgemäßen Wege erhalten haben. Sie haben außerdem einige höchst irreführende Behauptungen in der Öffentlichkeit gestreut, die nun mühsam in öffentlicher Sitzung abgearbeitet werden müssen. Welche Absichten wirklich hinter Ihrem Verhalten stecken, darüber will ich nicht spekulieren.“ (KA)

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