Markgräfler Bürgerblatt

„Situation annehmen und weiter gut arbeiten“

Bundesligadebüt für Caleb Stanko (links). Hier im Zweikampf, unterstützt durch Nicolas Höfler (rechts). Foto: Achim Keller

Erste Heimniederlage für den SC

Freiburg „Wenn man kein Glück hat, kommt meist auch noch Pech dazu…“ die alte Fußballweisheit des einstigen Schalkers Jürgen Wegmann hat sich am Samstag in der Partie des SC Freiburg gegen die Königsblauen erneut bewahrheitet. Zahlreiche Chancen hat sich die engagiert und trotz zahlreicher Umstellungen spielerisch stark auftretende Streich-Elf erarbeitet und hätte zum wiederholten Mal eigentlich als Sieger vom Platz gehen müssen, doch mal traf man nur die Latte, mal den Pfosten und ein weiteres Mal wurden Chancen leichtfertig vergeben. Ein bisschen mehr Fortune wäre dem Sport-Club schon zu gönnen gewesen, nach den turbulenten Ereignissen beim VfB Stuttgart und dem unberechtigten Platzverweis des Innenverteidigers Caglar Söyüncü, doch wenn man kein Glück hat…kommt auch noch ein abgefälschter Schuss des Ex-Freiburgers Daniel Caligiuri dazu und die erste Heimniederlage der Saison ist perfekt.

Außerdem hat sich auch noch SC Mittelfeldakteur Mike Frantz während des Spiels eine schwere Knieverletzung zugezogen, eine weitere Hiobsbotschaft, nachdem man bereits den langfristigen Ausfall von Florian Niederlechner hinnehmen muss. Der Stürmer hat sich im Training die Kniescheibe gebrochen, wurde bereits operiert und fällt wohl für die laufende Saison aus.

„Die Ereignisse am letzten Sonntag in Stuttgart und die Verletzung von Florian Niederlechner haben uns schwer zugesetzt, aber die Mannschaft ist gut damit umgegangen. Hat es heute sehr, sehr gut gemacht“, so Christian Streich nach der Partie. „Wir haben drei große Chancen, aber nützen sie nicht und bekommen dann ein solches Tor. Wir sind sehr, sehr enttäuscht. Wir haben acht Punkte aus elf Spielen. Das ist natürlich zu wenig“, so der SC Trainer.

„Wir haben ein gutes Heimspiel gezeigt, haben sehr viel richtig gemacht, aber es einfach nicht geschafft, den Ball über die Linie zu drücken – das ist unglaublich bitter“, sagte auch SC Mittelfeldakteur Janik Haberer nach der verlorenen Partie und Nils Petersen, der nach dem Ausfall von Florian Niederlechner in der Startelf stand, ergänzte „natürlich ist das brutal. Wir hatten so gute Chancen, waren so nahe dran ein Tor zu schießen, und wenn du dann am Ende ohne Punkte dastehst, ist das natürlich bitter. Ein Sieg heute hätte uns natürlich gut getan. Aber wenn jemand die Ruhe bewahrt, dann wir. Vielleicht kommt die Länderspielpause jetzt gerade recht um etwas Abstand zu gewinnen“, so der SC Stürmer.

Gelegenheit, Abstand zu finden und die schweren Verletzungen von Florian Niederlechner und nun auch noch Mike Frantz zu verarbeiten, hat die Streich-Elf nun zwei Wochen. Das nächste Punktspiel beim VfL Wolfsburg steht erst am Samstag, dem 18. November, auf dem Programm. Anpfiff ist um 15.30 Uhr. Vielleicht lichtet sich ja bis dahin das SC-Lazarett etwas und dem Trainer bieten sich weitere Optionen. „Wir müssen die Situation jetzt so annehmen und weiter gut arbeiten, um dann auswärts besser zu spielen als wir es bisher getan haben“, so Christian Streich und auch Nils Petersen rät, die Ereignisse hinter sich zu lassen „Es bringt ja nichts zurückzuschauen oder die Schuld bei anderen zu suchen. Wir müssen schon schauen, dass wir nun selber die Ärmel hochkrempeln und Spiele gewinnen. Man muss das Vergangene abschütteln. Und ich bin mir sicher, wenn wir so auftreten wie gegen Schalke werden wir auch die nötigen Punkte einfahren“ (hr.)

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