Markgräfler Bürgerblatt

SC-Stadion: Wichtiger Schritt auf dem Weg zur neuen Arena

Präsentierten den aktuellen Stand der Stadionplanung: (v.l.) Martin Haag, Oliver Leki, Jochen Tuschter. Foto: Deckert

 

Die Planungen des neuen Fußballstadions für den SC Freiburg sind einen Schritt weiter gekommen und liegen laut Freiburgs Baubürgermeister Martin Haag voll im Zeitplan. Nun hat die Verwaltung den Freiburger Gemeinderäten den rund 700 Seiten starken Entwurf für den Bebauungsplan für das Stadion vorgelegt. Der Entwurf, so Haag und SC-Vorstand Oliver Leki, sei „ein wichtiger Schritt und Meilenstein“ auf dem Weg zum Stadionneubau.

Schaubild: Stadt FR

Im Grunde basiert der Entwurf, den der Stadtrat am 23. Mai absegnen soll, auf den Rahmenbedingungen aus dem Bürgerentscheid über das Projekt vor zwei Jahren, der eine Arena für 35.00 Zuschauer und zum geschätzten Gesamtpreis von 117 Mio. Euro vorsieht, wovon die Stadt knapp 40 Mio. Infrastrukturkosten tragen wird und mehr als 70 Mio. Euro für das eigentliche Stadion anfallen werden. Wer das Stadion bauen wird, soll bis zum Sommer entschieden werden: Seit April liegen der Stadt und dem Verein entsprechende Bieterentwürfe vor, die aber noch streng geheim gehalten werden. Davor muss allerdings der Entwurf des Bebauungsplans in die Offenlage, nicht zuletzt auch, damit mögliche Kläger gegen das Projekt ihre Einwendungen anbringen können.

Der Zeitrahmen bis zum erhofften Baubeginn Anfang 2018 ist eng gesteckt: Oliver Leki erwartet eine Bauzeit von mindestens 15 Monaten. Das sei, so der Finanzvorstand des SC Freiburg, letztlich abhängig von dem Entwurf, der am Ende realisiert werde. Ende Juli soll er der Öffentlichkeit präsentiert werden. Das Stadion, so Martin Haag, werde eine möglichst klimaneutrale Energieversorgung erhalten. Dazu werde man mit dem angrenzenden Industrieunternehmen Rhodia einen Vertrag über die Verwertung von dessen Abwärme schließen. Geplant sei zudem ein 1,5 km langer Solarzaun, der das Stadiongelände vom angrenzenden Freiburger Flugplatz trennen soll. Insgesamt sei das Thema Energieversorgung für das Stadion aufgrund der großen Schwankungen im Energiebedarf zwischen dem normalen Alltagsbetrieb und den Spieltagen in der Arena sehr komplex, so Projektleiter Jochen Tuschter von der „Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co KG“ (SFG).

Das neue Stadion soll das in die Jahre gekommene Scharzwaldstadion im Osten der Stadt ablösen: Dort darf der SC seit Jahren nur noch mit einer Sondergenehmigung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) kicken, da unter anderem das Spielfeld zu kurz geraten ist. (MBB)

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