Markgräfler Bürgerblatt

Punktgewinn nach Abwehrschlacht

Eine Großchance hatte SC-Akteur Tim Kleindienst gegen Borussia Dortmund. Doch nach dem verdienten Platzverweis gegen Yoric Ravet, nach Foul an Marcel Schmelzer, wurde die Partie zur Abwehrschlacht. Foto: Keller

SC nach Platzverweis durch Video-Beweis 60 Minuten in Unterzahl:

Freiburg. Bereits zum Saisonauftakt, beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt, feierte der Video-Beweis im Schwarzwaldstadion eine Premiere, als erstmals ein Tor in einem Bundesligaspiel durch den Video-Assistenten annulliert wurde. Im zweiten Sport-Club Heimspiel, am vergangenen Samstag gegen Borussia Dortmund, wurde zum ersten Mal ein Spieler aufgrund des Video-Beweises des Feldes verwiesen. Eine weitere Premiere, auf die der SC wohl gerne verzichtet hätte.

Nach einem Foul gegen Marcel Schmelzer korrigierte Schiedsrichter Benjamin Cortus seine Entscheidung zur Gelbe Karte und schickte Freiburgs Neuzugang Yoric Ravet in der 29. Spielminute vom Platz. „In dieser Situation war Rot vertretbar“, sagte SC Trainer Christian Streich nach der Partie. Bis dahin hatte seine Elf gut mitgespielt, Tim Kleindienst hatte eine Riesenchance zur Führung, doch mit dem Platzverweis kam die Wende, und die Partie wurde zur Abwehrschlacht. Leidenschaftlich, und mit einem Publikum im Rücken, das jeden gewonnen Zweikampf, jede erfolgreiche Abwehrsituation mit Szenenapplaus belohnte, erkämpfte sich die Streich-Elf am Ende einen verdienten Punkt.

„Wir werden hoffentlich nicht oft so ein Spiel haben“, sagte SC Trainer Streich nach dem Punktgewinn „Das war exzellent von den Jungs. Wir hatten eine enorme Frustrationstoleranz. Wenn man so reagiert, sieht man was möglich ist! Wenn du 60 Minuten gegen eine Topmannschaft in Unterzahl so verteidigst, hast du den Punkt mehr als verdient!“

Auch SC-Kapitän Christian Günter fand: „Wir haben ein außergewöhnlich gutes Spiel gemacht. Wir hatten die Chance zum 1:0, dann kam die Rote Karte und die Wende und danach wurde es zur Abwehrschlacht. Dadurch hat sich der Spielverlauf natürlich gewandelt. Ich bin kein Fan der Video-Analyse. Der Schiri macht Fehler, wir machen Fehler…, ich bin kein Fan davon.“ Und auch Christian Streich sagt: „Der Video-Beweis wurde eingeführt, um mehr Gerechtigkeit zu bekommen. Uns hat es jetzt schon zweimal getroffen. Wir müssen jetzt das Jahr abwarten und dann wird das Ganze bewertet. Es gibt gute Gründe dafür und gute Gründe dagegen. Das Spiel wird dadurch nicht schlechter oder besser. Es ist eben anders.“

Für die Streich-Elf wird die Situation durch den Platzverweis und die derzeitige Verletztensituation natürlich nicht einfacher, denn eine englische Woche mit Spielen am Sonntag, 15.30 Uhr bei Bayer Leverkusen, am Mittwoch, 20. September, 20.30 Uhr zuhause gegen Hannover, und am Samstag, 23. September, 15.30 Uhr, in Bremen steht an. „Wir werden mit breiter Brust nach Leverkusen fahren“, sagt SC Verteidiger Christian Günter „wenn wir so auftreten wie gegen Dortmund, hat es jede Mannschaft gegen uns schwer.“ (hr.)

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