Markgräfler Bürgerblatt

Pebako-Umfrage bringt interessante Erkenntnisse

Innenstadt Neugestaltung Müllheim:

Müllheim. „Was wünscht sich Müllheim für die City?“, fragte die Auggener Baugruppe Pebako im Vorfeld ihres Projektes „Magnet Müllheim“ auf dem Areal des ehemaligen Autohauses Pfunder. Auf der Homepage des Unternehmens www.pebako.de konnten Müllheims BürgerInnen abstimmen, was alles in das geplante Dienstleistungszentrum integriert werden soll. Am 30. November war die Umfrage beendet – 553 Stimmen hatten die MüllheimerInnen abgegeben und ihre Wünsche kund getan.

Ganz vorne, mit 21,7 Prozent der Stimmen, landete der Wunsch nach einem Supermarkt oder überhaupt einem Lebensmittelgeschäft in der Innenstadt. Nun wird in der Nähe des „Magneten“ ein REWE-Supermarkt in der ehemaligen Winzergenossenschaft errichtet. Aber, so Pebako, man ist in Verhandlungen mit spezialisierten Anbietern von zum Beispiel Bio-Lebensmitteln, vegetarischen Produkten, so dass der Neubau sicher Anbieter gesunder, natürlicher Feinkostwaren aufweisen wird.

Platz 2 mit 18,4 Prozent der Stimmen belegt der Wunsch nach einem Restaurant, durchaus der gehobenen Klasse und auch hier verhandelt Pebako schon mit Interessenten. Allerdings ist hier das Feld der Wünsche weit: von der Bar über das Café zum Pub und Edel-Restaurant, im oder auf dem Dach des Gebäudes etabliert, alles steht auf dem Wunschzettel der Müllheimer. Hier sind Entscheidungen noch nicht gefallen, aber – so die Projektentwickler– man wolle den Wunsch Jugendlicher ernst nehmen, hier einen Begegnungspunkt, nicht nur aber auch für die jüngere Generation, einzurichten. Sicher wird es aber auch Institutionen geben, die den SchülerInnen der umliegenden Schulen wie den Beschäftigten von Praxen oder Ämtern eine gesunde, schmackhafte und preiswerte Mittagsalternative bieten.

Besonders spannend war Platz 3 der Umfrage: hier konnten die BürgerInnen Müllheims persönliche Ideen einbringen. Der Supermarkt wurde oft genannt, ein Drogeriemarkt, Ärztehaus, Schul-Mensa oder Fahrradladen, aber auch originelle Ideen wie ein Hallenbad, eine „Paintball-Halle“, ein Stoff- oder Bastelladen, ein Bücherladen mit Internetcafé oder ein Musikhaus mit Reparaturservice. Viele wünschten sich ausdrücklich Läden mit „Bezug zur Region“, und mit „sozialer Verantwortung“ und „keine Ketten“.

Häufigst genannt bei den individuellen Vorschlägen waren Einrichtungen aus dem gastronomischen Bereich, aus Wellness, aber auch gehobene Fashion für Männer und Frauen. Klar wurde auch, dass die MüllheimerInnen in der Innenstadt einen Supermarkt und gut sortierte spezielle Lebensmittel- aber auch hochwertige Bekleidungsgeschäfte sowie einen Drogeriemarkt vermissen.

Alles in allem war die Idee mit der Umfrage gut. Bei Pebako ist man sicher, dass man mit dieser Art der Bürgerbeteiligung auch in Zukunft, bei ähnlichen Projekten, weitermachen will. Je früher, so das Fazit, man die BürgerInnen einbeziehe, desto leichter kann man deren Wünsche berücksichtigen. Die Ergebnisse der Umfrage will die Pebako gemeinsam mit der Stadt in das Nutzungskonzept einarbeiten und im neuen Jahr dem Gemeinderat vorstellen.

 

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