Breisach Aktuell

Neujahrsempfang Dehoga Baden-Württemberg

Die Geschäftsstelle Freiburg des Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Baden-Württemberg, hatte ihre Mitglieder aus den Kreisen Freiburg-Stadt, Freiburg-Land, Müllheim, Emmendingen und Hochschwarzwald zum Neujahrsempfang in die Kellerwirtschaft nach Oberbergen eingeladen.

In seiner Begrüßung konnte der Kreisvorsitzende Peter Ehrhardt neben den zahlreichen Mitgliedern 32 Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung und 15 Bürgermeister, darunter Benjamin Bohn von der Stadt Vogtsburg, willkommen heißen.

Neujahrsempfang der Dehoga BaWü

 

Bohn erwähnte die Bedeutung des Weinbaus und des Tourismus für Vogtsburg, sie seien so bedeutungsvoll wie die Angebote der Gasthäuser und der Hotellerie, die den Gästen in Vogtsburg rund 940 Betten anbietet. Bohn fragte: Was wäre unsere Region und der ländliche Raum ohne eine aktive funktionierende Gastronomie? „Es würden Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie auch Steuereinnahmen wegfallen“, so der Rathauschef.

Fachkräftemangelauch ein Thema in der Gastronomie

Neben den positiven Entwicklungen in der Gastronomie machen jedoch immer mehr der Mitarbeitermangel und die steigenden Kosten Sorgen. Am stärksten seien die Betriebe im ländlichen Raum betroffen, diese bräuchten bessere Rahmenbedingungen, betonte der stellvertretende Dehoga-Vorsitzende  Erhardt. Die Betriebe im Gaststättenverband erwirtschaften über eine Mrd. Euro mit über 12.000 sozialversicherten Beschäftigten. Doch Umsatz ist nicht gleich Ertrag. Die Gastronomie habe mit erheblichen Arbeitskosten zu kämpfen, die zwischen 2010 und 2016 um 26 Prozent gestiegen seien, während der Produktionszuwachs nur bei 12 Prozent Zuwachs lag. Personalmangel und Bürokratie bildeten schwierige Rahmenbedingungen, die die Wirtsleute vor große Probleme stellten, betonte Peter Ehrhardt.

„Unser Dehoga ist ein starker Verband“ – unter diesem Motto referierte der stellvertretende Vorsitzende Dieter Wäschle von der DEHOGA Baden-Württemberg.                                                                   Für die Gastronomie sei es schwer, bei der Politik Gehör zu finden um Wünsche durch zusetzen; anders sei es bei der Großindustrie: da würden die Ohren gleich auf „Hab-Acht-Stellung“ gehen. Obwohl die Beherbergungsbetriebe ein Top-Motor in Deutschland seien: „Wir sind kein Großkonzern, sondern nur rund 11.000 Betriebe in Baden-Württemberg“, fügte der Referent hinzu.

Erfolgreich bei schweren Rahmenbedingungen

Arbeitszeitvorschriften und Dokumentationspflicht machten den Wirten und Hoteliers Probleme. „Wir sind Dienstleister, wir bedienen Menschen und keine Maschinen“, so Wäschle. Viele Mitglieder seien frustriert und haben deshalb seit 2015 ihre Ruhetage erhöht, die Öffnungszeiten reduziert oder das Leistungsangebot verringert. Die Arbeitszeit von höchstens 48 Wochenstunden müsse an die Wirklichkeit flexibel angepasst werden, das käme auch den Mitarbeitern zu Gute. Dass Tierfutter und Tiefkühlpizzen Mehrwertsteuerlich besser behandelt werden als eine frisch gekochte Mahlzeit in den Gasthäusern sei ungerecht, fuhr der stellvertretende Vorsitzende fort.

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