Breisach Aktuell

Neuer Pflegeplan steht

Der neuentwickelte Pflegeplan für den Schneckenberg in Achkarren wurde von der Behörde der Flurneuordnung an die Stadt Vogtsburg übergeben. (Bild: privat)

Vogtsburg-Achkarren

Dieser Tage wurde im Oberrotweiler Rathaus das Flurneuordnungsverfahren „Schneckenberg“ in Achkarren mit der Übergabe des Pflegeplans an die Stadt Vogtsburg abgeschlossen.
Im Zuge des Flurneuordnungsverfahrens wurde eine Vielzahl an Ausgleichsmaßnahmen und landschaftspflegerische Aufwertungen durchgeführt. In diesem Flurneuordnungsverfahren habe es viele Profiteure gegeben, Gewinner waren neben den Winzern, der Tourismus sowie die Fauna und Flora, betonte der Rathauschef Benjamin Bohn, bei der Begrüßung der geladenen Gäste. Neben der verbesserten Bewirtschaftung durch die Winzer, hat auch die Ökologie viel gewonnen, machte der Bürgermeister deutlich. Neben dem Technischen Leiter der Flurbereinigungsbehörde Edgar Faller, war der Projektleiter Markus Muhler sowie Reinhold Treiber vom Naturschutz der an der Entwicklung des Verfahrens mit im Boot war vor Ort. Edgar Faller, Leiter der gemeinsamen Dienststelle erwähnte, dass man mit diesem Verfahren am Schneckenberg einen Mehrwert für Winzer, Natur und Tourismus erzielte. Nun sei es wichtig, dass in den nächsten Jahren eine gute Bewirtschaftung durch die Winzer erfolgt, daneben muss auch die Pflege der Böschungen im Mittelpunkt stehen, die der neu entwickelte Pflegeplan vorsieht. Reinhold Treiber vom Naturschutz zeigte sich erfreut, dass durch zusätzliche landschaftspflegerische Maßnahmen seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten und deren Population gestärkt werden konnten. Mit der Schaffung von Stellwandfenster für Bienenfresser und Wildbienen sowie der Bau von Trockenmauern aus Vulkangestein und Steinriegel wurden Lebensräume für Zaun-und Smaragdeidechsen geschaffen, auch die Schlingnatter fühlt sich da zuhause. Zahlreiche Nistmöglichkeiten haben Wiedehopf und Singvögel durch die Pflanzung von Sträuchern und Obstbäume erhalten, freute sich der Biologe. Ein nachhaltiges umweltverträgliches Wege- und Gewässernetz wurde in Abstimmung mit den Behörden den anerkannten Naturschutzverbänden und den Vorständen der Teilnehmergemeinschaft konzipiert, berichtete Projektleiter Markus Muhler. Auf einer Fläche von ca. 17 Hektar wurde das Verfahren umgesetzt. Die Gesamtkosten betrugen zirka 800.000 Euro, der Anteil der Teilnehmergemeinschaft betrug rund 243.000 Euro. Vom Bund, Land, EU kamen 557.000 Euro als Zuschuss. In Abstimmung mit dem Landschaftserhaltungsverband, der Naturschutzbehörde und den anerkannten Verbänden wurde der Pflegeplan entwickelt. Die Kontrolle der Umsetzung wird alle fünf Jahre kontrolliert. Die Stadt Vogtsburg wird in Zukunft für die Umsetzung des Pflegeplans verantwortlich sein. Das Protokoll wurde zum Abschluss von den Verantwortlichen unterzeichnet.

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