Markgräfler Bürgerblatt

Lungenkrebs – Moderne Therapieverfahren

Foto: RKK

Gesundheitsforum im Bürgerhaus Seepark, Freiburg:

Freiburg. Das Deutsche Krebsforschungszentrum teilt mit, dass Lungenkrebs erstmalig auch bei Frauen die häufigste Krebs-Todesursache sein wird. Forscher erwarten, dass 2017 in der EU insgesamt 275.700 Menschen allein an Lungenkrebs sterben werden, das sind 20 Prozent von allen Krebstoten. Dennoch besteht Grund zur Hoffnung, denn die Fortschritte in der Krebsforschung lassen für die nähere Zukunft bessere Behandlungserfolge erwarten.

Im Gesundheitsforum „Lungenkrebs – Moderne Therapieverfahren“ informieren die Referenten Prof. Dr. Stephan Sorichter, Chefarzt der Klinik für Pneumologie im RKK Klinikum Freiburg, PD Dr. Christian Weissenberger, Leiter des Freiburger Zentrums für Strahlentherapie, Dr. Walter Harder, Ärztlicher Leiter MVZ Lörrach, Leiter der Strahlentherapie/Radioonkologie und Dr. Tobias Reiber, Onkologische Schwerpunktpraxis Dres. Reiber & Sigler in allgemeinverständlicher Form über die Möglichkeiten der heutigen Medizin.

Lungenkrebs bleibt oft lange unbemerkt, es gibt keine Frühwarnzeichen. Im Gegensatz zu Brust-, Darm- oder Prostatakrebs bietet die Medizin bis dato keine anerkannten Untersuchungen zur Früherkennung. „Deshalb sollten Abgeschlagenheit, verminderte Belastbarkeit und Gewichtsverlust oder anhaltende Beschwerden wie hartnäckiger Husten, starker Auswurf oder Heiserkeit konsequent abgeklärt werden“, betont Professor Dr. Stephan Sorichter, der mit der Klinik für Pneumologie am Freiburger St. Josefskrankenhaus ein Kompetenzzentrum für Atemwegs- und Lungenerkrankungen aufgebaut hat.

Ob Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie oder zielgerichtete Therapie – welche Methode zum Einsatz kommt, hängt in erster Linie von der Tumorart und dem Erkrankungsstadium ab. „Im Zentrum steht dabei die Lebensqualität des Patienten“, so Dr. Tobias Reiber.

Die Operation spielt beim früh entdeckten oder nur lokal ausgebreiteten Bronchialkarzinom eine zentrale Rolle. In Spätstadien aller Lungenkrebsformen, wenn es zur Ausbreitung im ganzen Körper gekommen ist, steht die Chemo- und Strahlentherapie im Vordergrund: „Wenn der Tumor bereits entfernt gelegene Lymphknoten oder andere Organe befallen hat, wird Chemotherapie, häufig in Kombination mit Strahlentherapie, eingesetzt, um das weitere Tumorwachstum zu stoppen oder zu verlangsamen“, erläutert Dr. Walter Harder. „Bei vielen Arten von Lungenkrebs kann eine zusätzliche Bestrahlung des Brustkorbs oder der befallenen Körperregionen das Leben unserer Patienten oder Patientinnen verlängern“, ergänzt PD Dr. Weissenberger. Das Zentrum für Strahlentherapie und Radioonkologie in Freiburg-Landwasser und das MVZ Lörrach stehen als Partner der bestehenden Tumorzentren und der niedergelassenen Ärzte für modernste Strahlentherapie. (rs)

Gesundheitsforum „Lungenkrebs – Moderne Therapieverfahren“: Montag, 11. Dezember, 19 Uhr, Bürgerhaus Seepark, Gerhart-Hauptmann-Straße 1, Freiburg. Eintritt frei, Anmeldung unter info@stz-fr.de oder 0761 151 8 64 05.

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