Breisach Aktuell

„Lokale Sportler sollen mehr gewürdigt werden“

Ein Portrait von Ulrich Wild, dem Vorstand Vertrieb der Raisseisenbank Kai
Ulrich Wild, Vorstand Vertrieb der Raiffeisenbank Kaiserstuhl eG. Foto: RAIBA

Ulrich Wild – Vorstand der Raiffeisenbank Kaiserstuhl eG zur Sportlerwahl 2017

Nominierungen bis zum 14.12.2017 an sportlerwahl@breisach-aktuell.com

Eigentlich verwundert es nicht dass Ulrich Wild, Vorstand Vertrieb der Raiffeisenbank Kaiserstuhl eG, die Idee einer regionalen Sportlerwahl spontan begrüßte: Der 41 jährige, verheiratete Bankbetriebswirt war als Kassierer in einem Skiclub tätig, ist heute in seiner knappen Freizeit leidenschaftlich gern mit dem Rennrad unterwegs, betätigt sich im Urlaub als Bergsteiger und „sportelt“ auch schon mit den mit den beiden drei und vier Jahre alten Töchtern. Wie er die Sportlerwahl sieht, was ihm dabei wichtig ist, das erzählte er Breisach Aktuell.
Breisach Aktuell: Warum engagiert sich eine Raiffeisenbank für eine Sportlerwahl?

Ulrich Wild: Ich finde das eine tolle Idee. Wir möchten dazu beitragen, dass die Leistung lokal agierender Sportler mehr bekannt gemacht und entsprechend auch gewürdigt wird. Die Akteure des Lokalsports kommen aus meiner Sicht oftmals zu kurz.

BA: Welche Affinität haben Sie persönlich zum Sport? Treiben Sie selbst regelmäßig Sport, eventuell in einem Verein?
Wild: In meiner Jugend war ich in diversen Vereinen aktiv tätig, unter anderem auch als Ausbilder. Als gelernter Banker war ich auch immer gern im Amt als Kassenprüfer und Vereinskassier gefragt. Das Amt des Kassiers habe ich über viele Jahre im Skiclub Berghaupten e.V. mit viel Freude ausgeübt. Leider habe ich beruflich und familiär bedingt momentan zu wenig Zeit. Wenn meine beiden Kinder (im Alter von 3 und 4 Jahren) größer sind, möchte ich mich wieder mehr dem Sport und dem Vereinsleben widmen.

BA: Welche Sportarten finden Sie besonders interessant?
Wild: Ich selbst fahre gerne Rennrad und gehe gerne in die Berge. Im Fernsehen schau ich mir gerne Biathlon an und live am liebsten einen Mannschaftssport wie zum Beispiel Fußball. Die Freuden und Emotionen lassen sich im Stadion oder auch beim Public Viewing gemeinsam erst richtig intensiv erleben.

BA: Wird nicht der Lokalsport, der Breitensport unter Wert geschlagen? Jeder kennt Thomas Müller, Lewis Hamilton oder Angelique Kerber – aber kaum jemand weiß oder nimmt zur Kenntnis, mit wieviel Fleiß, Begeisterung, Zeitaufwand und Herzblut in den kleinen (Amateur-)Vereinen Sport getrieben wird.
Wild: Lokal-/Amateursportler leisten vielleicht sogar noch mehr als Profisportler. Sie müssen neben Familie und Beruf die zeitlichen Ressourcen finden, um ihren Trainingsplan absolvieren zu können. Ein Profi hat dafür sieben Tage die Woche Zeit und wird auch noch entsprechend dafür bezahlt. Das ist ein großer Unterschied.

BA: Sind nicht lokale (Sport-)Vereine auch so etwas wie ein Korrektiv, das junge Menschen eine Perspektive zeigt und für ein selbstbewusstes, selbstverantwortetes Leben vorbereitet?
Wild: Ja, absolut; Vereine übernehmen einen großen Teil der Erziehung. Vereine sind Orte, an denen Jugendliche sinnvoll aufgehoben sind und lernen, mit Regeln und Strukturen umzugehen. Im Verein lernen Sie sich einzufügen, aber genauso Verantwortung zu übernehmen. Der Sinn für die Gemeinschaft und das Team wird geformt. Man lernt, sich mit anderen zu messen, sich durchzubeißen, zu kämpfen, um letztendlich als Einzelner oder als Team zu siegen. Erfolge wiederrum sorgen für das nötige Selbstbewusstsein. Noch viel wichtiger, man lernt mit Niederlagen umzugehen. Wichtige Eigenschaften, die uns im späteren Berufs- und Familienleben weiterhelfen.

BA: Regionale Institutionen wie eine Raiffeisenbank sind stark verankert in den Strukturen vor Ort. Muss man als eine solche Einrichtung nicht automatisch Vereinen unterstützend zur Seite stehen? Gibt es daher aus Ihrer Sicht auch so etwas wie einen „moralischen Auftrag“ für Ihr Unternehmen?
Wild: Sie sehen ja, wie sehr ich, aus fester Überzeugung und eigenen Erfahrungen, die Wichtigkeit der Vereine für unsere Gesellschaft hervorhebe. Wir, die Raiffeisenbank Kaiserstuhl eG, nehmen unsere Verantwortung für die Region in unterschiedlichster Weise gerne wahr. Unter anderem sehen wir uns regelmäßig als finanzieller Unterstützer sozialer und kultureller Veranstaltungen, genauso wie als Förderer der Vereine in unserer Region. Unser Spendenvolumen im vergangenen Jahr lag bei 18.000 Euro.

BA: Sind Sportler Teamplayer und damit für einen Arbeitgeber besonders interessant?
Wild: Sportler sind ja nicht generell Teamplayer; aber erfolgreiche Sportler haben eines gemeinsam: den Willen zum Erfolg. Sie trainieren bis an ihre persönliche Leistungsgrenze, was für ihre Belastbarkeit spricht. Sie sind in der Regel ehrgeizig und zielstrebig. Das sind schon mal gute Voraussetzungen für einen Arbeitgeber. Teamsportler zeichnen sich natürlich durch ihre Teamfähigkeit aus. Außerdem ist Sport gut für die Gesundheit. Ein wichtiger Aspekt für jeden Arbeitgeber.

BA: Ihr Haus und Breisach Aktuell starten 2017/18 die Sportlerwahl: wo – hoffen Sie – wird diese Veranstaltung 2022/23 stehen? Was möchten Sie mit Ihrem Partner zusammen erreichen?
Wild: Wie ich eingangs schon erwähnt habe, möchten wir erreichen, dass der Lokal- und Breitensport mehr publik gemacht wird und Menschen mit tollen sportlichen Leistungen, durch unsere Sportler-Wahl in besonderer Form in der Öffentlichkeit gewürdigt werden. Was in 2022/23 sein wird, werden wir sehen. Lassen Sie uns jetzt erstmal starten. Natürlich möchten wir als Raiffeisenbank Kaiserstuhl eG, die Öffentlichkeit ebenso auf uns als starken Finanzpartner aufmerksam machen. Unser kleines, aber erfolgreiches Team hat wie eine Fußballmannschaft ein klares, gemeinsames Ziel, für das wir uns tagtäglich einsetzen: Auch wir wollen auf unserem „Spielfeld“ die Nr. 1 sein, zum Wohl unserer Mitglieder und Kunden, zum Wohl der Region Kaiserstuhl.

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