Markgräfler Bürgerblatt

Leistungsbilanz 2016 des DLRG-Bezirks Breisgau

DLRG-Helfer bei der Suche nach einer vermissten Person im Rhein. Foto: DLRG/Anlicker

Zehn Menschen vor dem Ertrinken gerettet

Freiburg. Erstmals seit zehn Jahren sind im vergangenen Jahr in Deutschland wieder mehr als 500 Menschen ertrunken, so die traurige Bilanz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). 247 Hilfeleistungen bei Personen weist der statistische Jahresbereicht des DLRG-Bezirks Breisgau mit seinen 23 Ortsgruppen aus. Darunter waren zehn Rettungen vor dem Ertrinken. Fünf Menschen sind gestorben beziehungsweise konnten nur tot geborgen werden.

257 ehrenamtliche Helfer leisteten im Einsatzbereich insgesamt 6.567 Helferstunden. Erbracht wurden diese unter anderem beim Wachdienst an acht Freigewässern sowie in 17 Schwimmbädern in der Region.

Insgesamt 18 Einsätze sind im Einsatztagebuch des überörtlichen Wasserrettungsdienstes verzeichnet. Besonders nahe ging den Helfern ein Großeinsatz im südlichen Nachbarbezirk, nachdem ein neunjähriger Junge bei Kandern in einen hochwasserführenden Bach gestürzt war. Aufgrund der hohen Fließgeschwindigkeit war die Suche auf den Rheinabschnitt zwischen der Kandermündung und Neuenburg ausgedehnt worden. Der Junge konnte leider erst am Folgetag tot im Bach aufgefunden werden.

Zu den Einsätzen zählen auch die Absicherungen von Veranstaltungen am, im und auf dem Wasser wie der Schluchsee-Triathlon, das Sea-you-Festival Freiburg oder die Rheinregatta von Neuenburg nach Grißheim. Darüber hinaus konnten die Einsatzkräfte der DLRG auch bei einem Verkehrsunfall Erste Hilfe leisten.

Neben den Einsätzen im Wasserrettungsdienst ist die Prävention Schwerpunkt der Arbeit der Lebensretter. Hier steht vor allem die Ausbildung im Schwimmen im Mittelpunkt. Insgesamt 8.152 Ausbildungsstunden wurden von 277 Mitarbeitern geleistet. Rund 1.031 Personen – meist Kinder – haben 2016 in einer der 23 Ortsgruppen des DLRG-Bezirks das Schwimmen erlernt. 473 Kinder haben die Prüfung für das Seepferdchen abgelegt, 483 mal wurde die Prüfung für ein Jugenschwimmabzeichen in den Stufen Bronze, Silber oder Gold absolviert.

Neben der Schwimmausbildung ist die Ausbildung zu Rettungsschwimmern eine der Hauptaufgaben der DLRG. Insgesamt 629mal wurde die Prüfung für das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen abgenommen. 2.428 Ausbildungsstunden wurden von 76 Ausbildern in der Rettungsschwimmausbildung geleistet.

Zu der Zeit, die die Ehrenamtlichen in Ausbildung und Einsatz investieren, kommen noch unzählige Stunden für Organisation und Verwaltung hinzu. 13.225 Stunden wurden von 182 Personen in diesem Bereich erbracht. Erfreulich ist der Zuwachs an Mitgliedern um 186 Personen auf 4151, darunter 1.541 Kinder und Jugendliche.

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