Markgräfler Bürgerblatt

Jeder zweite sieht nicht richtig

15. Oktober: Internationaler Tag des weißen Stocks

Insgesamt 40,8 Mio. Brillenträger gibt es in Deutschland, wie das Kuratorium Gutes Sehen e.V. im August bekanntgab. 23,5 Mio. davon müssen ihre Brille immer tragen, während die anderen Gelegenheitsträger sind, beispielsweise nur eine Lesehilfe brauchen. Die Auswirkungen eines eingeschränkten Sehvermögens können neben Kurz- und Weitsichtigkeit auch Einschränkung des Gesichtsfeldes (Röhrengesichtsfeld), Gesichtsfeldausfälle, Blendempfindlichkeit, Nachtblindheit oder Farbfehlsichtigkeit sein.

Besonders häufig treten Sehbehinderungen im Alter auf. Der neue TV-Wartezimmer-Film „Laser-Vitreolyse“ erklärt Patienten jetzt die Ursachen und Symptome von Glaskörpertrübungen oder einer Glaskörperabhebung sowie die Vorgehensweise dieser schmerzfreien Therapie. Denn mit dem Alter verändert sich der galertartige Glaskörper: Kollagenfasern verbinden sich zu kleinen Schwebeteilchen oder Strängen und ihre Schatten auf der Netzhaut werden als punkt-, wolken- oder netzförmige Trübungen wahrgenommen. In geringer Anzahl sind die Trübungen störend, aber meist harmlos. Doch treten sie wie eine Art Rußregen sehr plötzlich in großer Zahl auf und kommt es zu Lichtblitzen, kann eine Netzhautablösung vorliegen. Sind die Trübungen ringförmig und nimmt ihre Anzahl plötzlich stark zu, ist es zu einer spontanen Abhebung des Glaskörpers gekommen. In diesem Fall hilft die nicht-invasive Laser-Vitreolyse, dabei wird das Auge mit Tropfen betäubt. Dann werden kurze, energiereiche Laserimpulse gezielt auf die Trübungen geleitet, so dass sich diese sich in winzige Gasbläschen verwandeln und auflösen. Somit ist der Glaskörper wieder frei von Trübungen, eine freie, ungetrübte Sicht ist möglich.

1969 riefen die Vereinten Nationen den „Internationalen Tag des weißen Stockes“ ins Leben, der jeweils am 15. Oktober begangen wird und sich schnell zum weltweiten Aktionstag der blinden Menschen entwickelte. Weltweit wird der weiße Langstock von blinden und sehbehinderten Menschen als Hilfsmittel verwendet. Seit 2002 ist der 15. Oktober in Deutschland zugleich der Abschlusstag der „Woche des Sehens“. Damit soll auf die Situation blinder und sehbehinderter Menschen aufmerksam gemacht werden.

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