Breisach Aktuell

Im Takt der Zeit mit „Weltuhraufführung“

Helmut Lutz (l.) erhält die Ehrenmedaille der Stadt Breisach. Bild BA

Ausnahmekünstler Helmut Lutz erhält Ehrenmedaille der Stadt Breisach

Helmut Lutz wurde nach 45 Jahren seiner umfangreichen Schaffenskunst im Bereich hochwertiger Kultur mit der Ehrenmedaille der Stadt Breisach ausgezeichnet.
Seine kulturellen Brücken haben deutliche Spuren in Europa hinterlassen und die künstlerische Weltbühne belebt. Bürgermeister Oliver Rein würdigte Lutz im Rahmen seiner  Weltuhraufführung im Münster St. Stephan und übergab ihm die Ehrenmedaille der Stadt Breisach.
Der Sternenweg, Radbühne und Europastier seien nur auszugsweise genannt, um  den überzeugten Europäer, der seine Heimat in Breisach gefunden hat, in Kurzform darzustellen. Ein Augenblick Ewigkeit eingebettet in unsere Zeitlichkeit, Synonym der Weltuhraufführung, bei der das Räderwerk irdisch getaktet war und den weiten Bogen bis hin zu Joseph Haydn und seiner Schöpfungsgeschichte spannte. Helmut Lutz, die Solisten, der Münsterchor Breisach und Darstellung rund um die Weltuhr waren behilflich, die Interpretationen des Universums und der Menschen auf der Suche im Kosmos zu erleichtern.
Der Münsterchor unter Leitung von Nicola Heckner sang Auszüge aus Haydns Werk „Die Schöpfung“, während Franziska Panizzi die Weltuhr taktete und damit die starken Bühnenbilder mit Engelsgestalten auch analog des Schaffenswerks von Lutz in der Kirche St. Michael in Freiburg und des Schöpfungsliedes der Bibel der weiten Ebene der Dramaturgie zwischen Werden und Vergehen, dem Kampf zwischen Gut und Böse, dem Spiel des Für und Widers, dem Geheimnis unseres Lebens und Verstehens dem Universum entlockte und gesanglich mit ihren Soloparts untermauerte. Im Wechsel mit musikalischer Umrahmung durch Iris Günther -Violine-, Friederike Hess-Gagnon -Violine-, Karlheinz Mayer -Viola-, Ulrike Schlager -Violoncello- und Christine Otto -Kontrabass- ergab sich ein imposantes und gleichermaßen fulminantes Gesamtwerk, bei dem zudem noch die Solisten Sebastian Pallada -Alphorn, Tromete, Flöte- und Mitch Höhler -Alphorn, Posaune- mitwirkten. Das Figurenspiel rund um den Lettner leitete Andree Trappe.
Haydn pries am sechsten Tag der Schöpfungsgeschichte nicht den Menschen, sondern den Mann als König der Natur. Sein Wirken bedroht die Natur. Die vier Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde traten in Begleitung neu geschaffener Bühnenbilder auf. Bedrohung und Klage wurde deutlich erkennbar. Der König stoppte die Zeitzeigende und versuchte die Zeit totzuschlagen. Mit „Komm holder Lenz“ belebte der Frühling wieder die Jahreszeiten. Eine ausgeprägte, kunstvolle Interpretation nach der Jahrtausende alten  Frage der Menschheit auf der Suche im Universum nach dem richtigen Welt- und Gottesbild. Dies war der Grundstein für die Benefizveranstaltung zugunsten der Breisacher Kirchensanierungen. Im St. Stephansmünster steht die Sanierung des Nordturms, in der Martin-Bucer Kirche in Breisach steht eine umfassende Kirchensanierung an.

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