Markgräfler Bürgerblatt

Frankreich-Geschäfte vor dem Aus?

IHK-Umfrage zu den Entsenderegeln:

Freiburg. Die IHK Südlicher Oberrhein hat ihre Mitglieder zu der geplanten Verschärfung der Entsenderegeln in Frankreich befragt. Das Ergebnis der Online-Umfrage: Sollte es 2018 tatsächlich zu der Einführung einer Entsendegebühr von 40 Euro kommen, denken 41 Prozent der Befragten darüber nach, ihre Aktivitäten in Frankreich stark zu reduzieren.

„Schon jetzt haben 30 Prozent der befragten Unternehmen aufgrund der Entsendeformalitäten ihre Tätigkeiten in Frankreich zurückgefahren“, informiert Stefanie Blum, Referentin EU-Märkte und öffentliches Auftragswesen bei der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein, über ein weiteres Ergebnis der Umfrage.

Das größte Problem für deutsche Unternehmen stellt laut Umfrageergebnis die Weitergabe von datenschutzrelevanten Informationen an Dritte, also der personenbezogenen Daten der entsendeten Mitarbeiter und des Geschäftsführers sowie Lohn- und Gehaltsabrechnungen, dar. Diesen Punkt kritisieren 18 Prozent der Antwortenden. Ein Viertel der Betriebe entsendet zwischen ein- und viermal pro Jahr Mitarbeiter nach Frankreich, ein Fünftel zwischen 100- und 500-mal. Blum: „Den Spitzenreiter stellt eine Firma mit 2.500 bis 3.500 Entsendungen pro Jahr dar – das wären nach der Einführung der Entsendegebühr Kosten von mehr als 100.000 Euro.“

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