Markgräfler Bürgerblatt

Fan-Karawane nach Stuttgart

Die „Groß-Fahnenschwinger“ auf dem Spielfeld vor dem Spiel VfB Stuttgart gegen SC Freiburg. Foto: privat

Freiburg. Es war schon ein starker SC-Block in Stuttgarts Mercedes-Benz Arena: rund 5.000 Fans reisten am vergangenen Samstag in die Landeshauptstadt, um den SC Freiburg anzufeuern. VfB- wie SC-Anhänger wussten, dass es für keine Mannschaft leicht werden würde, wobei manche beim VfB, aus der Vergangenheit resultierend, Vorteile nicht nur wegen des Heimspiels sahen.
Nach den theatralisch auftretenden Fahnenschwingern (was soll das eigentlich?) betraten endlich die Hauptakteure den Rasen des mit 58.000 Zuschauer gutgefüllte Stadion am Neckar: VfB Stuttgart gegen SC Freiburg – oder wie der Volksmundsagt: „Schwaben gegen Südbaden!“
Die „Personalsituation“ war nicht einfach für den SC, es fehlen: Pavel Krmas (Gelbsperre) – Mats Möller Daehli (Patellasehne) – Caleb Stanko (Kreuzbandriss). Die erste Halbzeit ließ Böses ahnen, denn ab der 27. Minute lag der SC mit 2:0 Toren zurück, die VfB-Fans jubelten, die anwesenden Breisgauer machten lange Gesichter, Erinnerungen wurden wach, manch einer schwor, nie wieder zu einem Spiel nach Stuttgart zu fahren.
Das war nicht das, was man vom SC, nach seinen starken Heimspielen, nun auswärts in Stuttgart erwartet hatte. Zumal der VfB keineswegs furchteinflößend attackierte, aber dennoch mit zwei Toren in Führung lag. Der SC wäre aber nicht der SC, wenn er sich nicht auf seine positiven Tugenden besänne. Christian Streich dürfte in der Kabine seinen Jungs klar gemacht haben, dass es auch im 30. von 34 Spielen um den Klassenerhalt geht – um hopp oder topp.
Zweite Halbzeit, die erhoffte Wende? 54. Minute, Jonathan Schmid (SC) wird von Adam Hlousek im VfB-Strafraum gefoult – Schiedsrichter Wolfgang Stark zeigt zurecht auf den Elfmeterpunkt; die VfB-Fans sind entsetzt und schreien „Schieber!“- wie in jedem Stadion, wenn es um den eigenen Verein geht. Nils Petersen (SC) verwandelt – es steht 1:2. Hoffnung keimt auf – und in Minute 85 folgt der Ausgleich: 2:2, Torschütze wieder Nils Petersen. Nach einem misslungenen Torschussversuch von Oliver Sorg (SC) landet der Ball beim freistehenden Petersen und er verwandelt kaltblütig.
Freiburg behauptet sich mit 30 Punkten weiterhin auf dem 14. Tabellenplatz vor Hannover 96 (29 Pkt.), dem Hamburger SV mit 28 Punkten und vor dem nächsten Heimspielgegner am 2. Mai im Schwarzwald-Stadion, dem SC Paderborn (28 Pkt. – Platz 17). Stuttgart steht auf Platz 18 mit 27 Punkten. Wird sich der SC am Samstag von seinen Verfolgern lösen können? Hannover muss gegen die Werksmannschaft in Wolfsburg antreten, Hamburg in Mainz, Stuttgart in Gelsenkirchen. Das müsste doch zu schaffen sein! (rs.).

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