Breisach Aktuell

Ein wahrlich unvergesslicher Abend!

Sakrale Barockmusik in höchster Vollendung präsentiert im Stephansmünster zu Breisach. Foto: Lang

Barockkonzert im Breisacher Stephansmünster

Breisach. Geradezu als unvergesslich muss man das Konzert bezeichnen, das jüngst im Breisacher Münster stattfand. Es handelte es sich dabei auch noch um eine gute Sache, um ein Benefizkonzert für das westafrikanische Land „Burkina Faso“, am Rande der Sahelzone, einem der ärmsten Länder der Welt. Der Eintritt ins Konzert war frei, es wurde lediglich um Spenden gebeten.
Motto des Abends war „Danksaget dem Vater“. Unter Leitung von Nicola Heckner, der Gründerin, präsentierten sich „Subiti Vocale“. Neben dem Breisacher Ensemble trat auch der Chor der neuapostolischen Kirche „Luxemburg-Saarland“ und das ebenfalls aus Luxemburg stammende Ensemble „Ad Libitum“ als instrumentelle Barockbegleitung auf. Dirigentin Nicola Heckner war es in kürzester Zeit gelungen, aus beiden Chören und der instrumentellen Barockbegleitung eine Einheit zu formen. Das Ergebnis war ein fantastisches Musikerlebnis für die Zuhörer im Breisacher Münster.
„Danksaget dem Vater“ von Johann Rosenmüller für Chor und Instrumental Ensemble war ein gelungener Auftakt. Es folgte „Walts Gott, mein Werk ich lasse“ von Dietrich Buxtehude. Abwechslungsreich waren die rein instrumentalen Stücke für zwei Flöten, Gambe, Cello und Cembalo von Georg-Philipp Telemann, komplettiert mit drei rein geistlichen Lieder ohne Instrumentalbegleitung von Melchior Vulpium: „Gott ist mein Licht“, Orlando di Lasso „Wie könnt ich sein vergessen“ und Johann Schops „Ich will beten“.
Chor und Solisten wurden über „Laetatus sum“ Antonio Vivaldis und „La Bergamasca“ von Marvo Uccelline wieder zusammengeführt, um auf den Höhepunkt des Konzertes zuzusteuern:„Missa in G Nr. 6“ aus „Sex Missae“ von Caldara – bei dieser hervorragenden Interpretation konnte einem das Herz aufgehen. Die innigen Klänge des Kyrie, das fröhlich intonierte Gloria mit folgendem Credo, Sanctus, Benedictus und die behutsame Andacht Agnus Dei bewiesen nicht nur ein sorgfältiges Einstudieren, sondern auch ein herrliches Zusammenmusizieren von Chor und Musikern.
Fazit des gelungenen Abends: Eine sehr gute Auswahl an selten gespielten geistlichen Lieder. Der begeisterte Schlussapplaus des Publikums war wohlverdient. Mit der Leichtigkeit der sakralen Barockmusik im Ohr konnte jeder Besucher des Konzertes den Heimweg antreten.Ein wahrlich unvergesslicher Abend – Kompliment!

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