Breisach Aktuell

Ein Leben für Breisach und die Region

v.l. Edith Vonarb, Bürgermeister Oliver Rein sowie Altbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Breisach Alfed Vonarb. Foto: Deckert

Bürgermeister Oliver Rein würdigt seinen Vorgänger Alfred Vonarb anlässlich von dessen 75. Geburtsag

Im Kreis seiner Familie und begleitet von den politischen Weggefährten aus den vergangenen Jahrzehnten hat Breisachs Ehrenbürger und ehemaliger Bürgermeister Alfred Vonarb (CDU) am Montag im Breisacher Rathaus die Gratulationen zu seinem 75. Geburtstag und die Würdigung seines politischen Lebenswerks durch Bürgermeister Oliver Rein (CDU) entgegen genommen. „75 Jahre alt zu werden ist kein eigener Verdienst“, betonte Vonarb, der in seinen Worten zuvorderst das Engagement seiner Mutter würdigte, die ihn in den ersten Lebensjahren alleine aufziehen musste, da der Vater noch in Gefangenschaft war. Der Alt-Bürgermeister dankte aber auch seiner Frau Edith („Sie war mit unseren Kindern während meiner Laufbahn quasi alleinerziehend.“) und seiner langjährigen Sekretärin Evelyne Dizien für deren Unterstützung auf seinem politischen Weg.
Bürgermeister Rein ließ die eindrucksvolle politische Karriere seines Vorgängers im Amt Revue passieren: Vonarb könne „voller Stolz und Zufriedenheit“ auf das zurückblicken, was er zwischen seinem Wechsel aus dem Rathaus in Hartheim 1982, wo er schon als 27-jähriger ehemaliger Mitarbeiter des Freiburger Oberbürgermeister Eugen Keidel seine ersten Erfahrungen als Rathauschef machen konnte, und seinem Ausscheiden aus dem Amt 2006 in seinen 24 Jahren als Bürgermeister auf den Weg gebracht und erreicht habe. Ohne Frage sei das „Meisterstück“ dabei die Konversion des ehemals französischen Kasernenareals in der Stadt gewesen: Über 4.000 Neubürger habe Breisach in den Jahren unter Vonarb begrüßen können, die Stadt sei „immer am Bedarf“ gewachsen, wobei Alfred Vonarb auch immer die Entwicklung der Stadtteile mit im Blick gehabt und gefördert habe. Als „Überzeugter Europäer von Herzen“ habe Vonarb stets die Nähe und den Austausch zu den Partnern auf der anderen Rheinseite gesucht und gepflegt, zum Beispiel im Zusammenhang mit Förderprojekten aus dem Interreg-Programm oder der grenzüberschreitenden Tourismus-Route „Route Verte“. Parallel dazu habe Alfred Vonarb sich in der Stadt Verdienste bei der Unterstützung der Schulen, der Vereine, in der Fasent, in der Förderung der Kultur und vielen weiteren Feldern erworben. „Ich habe hier 2006 ein bestens bestelltes Haus als Bürgermeister übernehmen können“, so Rein über seinen engagierten Vorgänger, den schon der ehemaligen baden-württembergische Ministerpräident Günther Oettinger (CDU) einst als „Bürgermeister aus Berufung“ bezeichnet hatte.
Er sei froh, so Vonarb, dass er 2006 die Amtsgeschäfte aus der Hand gegeben habe und seither mehr Zeit für seine Familie habe: „Zeitweise war ich in 26 verschiedenen Funktionen gleichzeitig tätig, ich weiß heute nicht mehr, wie ich das hinbekommen habe“, so der Altbürgermister und ehemalige Kreispolitiker rückblickend. So sei beispielsweise die Arbeit über 20 Jahre hinweg als Fraktionsvorsitzender der CDU im Kreistag nicht immer leicht gewesen: „Ein Sack voll Flöhe ist leichter zu hüten, als so eine Fraktion, in der lauter Bürgermeister sitzen“, so der 75-jährige Träger des Bundesverdienstkreuzes augenzwinkernd.

Teilen Sie jetzt diesen Beitrag! Unsere Sharing-Buttons stehen im Einklang mit dem deutschen Datenschutzrecht.

Das könnte Dich auch interessieren...

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen