Breisach Aktuell

Drei Fragen an Dr. Roland Weis (Unternehmenskommunikation Badenova)

Portrait Roland WeisDr. Roland Weis, Leiter Unternehmenskommunikation des regionalen Energiedienstleisters Badenova AG & Co. KG

Roland Weis ist Unternehmenssprecher von Badenova. Der gelernte Journalist und Buchautor mit Zeitungs- und Radiovergangenheit ist seit 2002 bei badenova. Seit 2009 leitet er die Unternehmenskommunikation und seit 2014 zusätzlich das Marketing. Dort ist vor einigen Jahren die Idee entstanden, als nachhaltiges Projekt in der Region die heimischen Imker und ihre Arbeit mit den Bienen zu unterstützen.

Bienen, Imker und ein Energiedienstleister: Wie passt das zusammen? Wo bieten Sie den Bienen eine Heimstatt? Wie viele Völker haben sich unter den Schutz der Badenova gestellt?

Das passt sehr gut zusammen. Als regional ausgerichteter Energie- und Umweltdienstleister erfüllen wir im Auftrag unserer 96 Gesellschafterkommunen ein Versprechen: Wir sorgen für eine lebenswerte Zukunft. Dazu gehören eine intakte Umwelt und Schutz und Unterstützung für alle, die zu einer intakten Umwelt in unserer Region beitragen. Das sind Bienen und Imker zweifellos. Deshalb stellen wir unser Betriebsgelände in Freiburg, Lörrach, Lahr und anderen Standorten zur Verfügung, zum Beispiel im Bereich der Wasserwerke, damit heimische Imker dort ihre Bienenvölker aufstellen können. Das werden immer mehr. Ende 2017 hatten wir schon mehr als 20 Völker an den aufgezählten Standorten.

Sind geschützte Standplätze auf Firmengeländen, in Wasserschutzzonen und anderen an sich industriell genutzten Flächen Reservate für Bienen vor einer Vergiftung durch Glyphosat und andere Spritzmittel? Ziehen, langfristig gesehen, immer mehr Bienen in eine Symbiose mit nachhaltig arbeitenden Unternehmen – ist Badenova also eine Art Wegbereiter?

Honig

Rund um unsere Wasserwerke in Freiburg-Ebnet, in Hausen an der Möhlin, in Lahr und in Lörrach befinden wir uns in der Regel in Trinkwasserschutzgebieten, die komplett frei von chemischen oder biologischen Pflanzenschutzmitteln sind. In Regionen landwirtschaftlicher Monokulturen finden Insekten häufig das bessere Nahrungsangebot in städtischen Parks und Grünzonen, oder eben auf dem Betriebsgelände großer Unternehmen in Industrie- und Gewerbegebieten. Dort gibt es häufig ebenfalls naturbelassene Flecken. Wir selbst haben bei Badenova im Freiburger Industriegebiet Nord sogar einen kleinen Park mit See auf dem Betriebsgelände. Ein Paradies für Bienen. Ob wir mit unserer Partnerschaft mit dem badischen Imkerverband nun Wegbereiter sind, müssen andere entscheiden. Wir sind in dieser Form jedenfalls die ersten.

Es gibt Wald-, Blüten-, Tannen- und noch viele andere Honigsorten: wie muss man sich den Badenova-Honig geschmacklich vorstellen? Haben Sie mit den Imkern ein Abkommen, dass Sie Teile des Badenova-Honigs selbst, als Marketing-Instrument für Badenova, einsetzen dürfen? Kann man den Badenova-Honig auch kaufen?

Da wir mit vielen Imkern zusammenarbeiten, gibt es auch unterschiedliche Honigvarianten. Aber soweit ich durchprobiert habe, schmecken alle super lecker. Unsere Vereinbarung mit den Imkern sieht vor, dass wir Honig bis zu der Menge abnehmen dürfen, die auf unserem Gelände erzeugt wurde. Diesen Honig füllen wir in kleine badenova-Gläschen ab. Die gibt es aber nicht im Handel, das sind kleine Probierportionen auf Veranstaltungen oder zu bestimmten Anlässen Werbegeschenke. Wir wollen ja kein Geschäft daraus machen.

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