Breisach Aktuell

Die Trendwende ist geschafft

Könnne sich zufrieden ein Glas „Sonnenwein“ gönnen, die BWK-Vorstände Eckart Escher (l.) und Peter Schuster (r.). Foto: Deckert

Geschäfte beim Badischen Winzerkeller laufen erfreulich:

Breisach. Der Badische Winzerkeller (BWK) in Breisach hat sich im vergangenen Geschäftsjahr im Vergleich zu anderen Betrieben in Baden gegen den Trend am Markt platzieren und seine Umsätze um 2,1 Prozent auf 42,2 Mio. Euro steigern können. Das Ende des Abwärtstrends, das schon 2015 spürbar gewesen sei, habe sich damit bestätigt, so BWK-Vorstandsvorsitzender Peter Schuster. An die anliefernden Winzer wurde ein Traubengeld von 9.333 Euro/ha ausgezahlt (2015: 8.660 Euro/ha). Der enorme Sprung nach oben beim Traubengeld ist allerdings nicht durch überbordenden Wohlstand der Kellerei sondern eine Korrektur bei der Berechnungsgrundlage pro Hektar begründet, bei der die teilweise von den anliefernden Winzergenossenschaften zur Selbstvermarktung genutzten Mengen nicht mehr mit einfließen.

Man habe, so die beiden BWK-Vorstände Peter Schuster und Eckart Escher, zwar immer schon die richtigen Beträge an die Winzer ausgezahlt, der Öffentlichkeit seien aber über Jahre hinweg zu niedrige Zahlen kommuniziert worden. „Wir haben uns schlechter geredet als wir waren“, so Schuster, der das Unternehmen zusammen mit Escher seit zwei Jahren leitet, über Fehler der Vergangenheit. Mit dem nun kommunizierten korrekten, höheren Traubengeld kann sich der BWK auch im Vergleich zu anderen Genossenschaften in Baden sehen lassen.

Die Breisacher Kellerei, die 2017 stolze 65 Jahre alt wird und neben der Moselland Winzergenossenschaft und der Württembergischen Weingärtner-Zentralgenossenschaft zu den drei großen Genossenschaften in Deutschlands Weinbau gehört, spürt derzeit Rückenwind: Mit dem neu gestalteten Werbeauftritt als „Die Sonnenwinzer“ und personell verstärkten Marketing-Anstrengungen bei den großen Lebensmitteinzelhändlern, um verlorene Distributionsanteile zurück zu erobern, sei man auf einem guten Weg, der erste Früchte trägt, so Schuster: „Wir haben zuletzt mehr als die Hälfte richtig gemacht“. Allein das Privatkundengeschäft sei zuletzt um zehn Prozent gewachsen, gut 80 Prozent seiner Weine setze der BWK aber nach wie vor im Einzelhandel ab. Dort habe man zuletzt sehr positive Rückmeldungen auf den neuen Markenauftritt des BWK erfahren, bei dem die Sonne im Zentrum der Aufmerksamkeit steht. Auch neue Kooperationen wie mit dem norddeutschen Mittelständler und Fischhändler Gosch würden sich vielversprechend anlassen, so BWK-Marketingleiter Christof Joos. Zusammen mit Gosch hat der BWK die Marke „Gosch-Fisch-Wein“ entwickelt, die nun im Einzelhandel für beide Projektbeteiligten für Aufmerksamkeit sorgen soll und bereits ordentliche Absatzzahlen vorweist. Der positive Gesamttrend für den BWK setzt sich Schuster zufolge im laufenden Jahr sogar noch stärker fort als zuletzt: Das Umsatzplus entwickelt sich noch besser als im Vorjahr. „Die Sonnenwinzer“ sind auf einem guten Weg. (MBB)

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