Markgräfler Bürgerblatt

Die Ruhe vor dem Tor hat gefehlt

Torchancen hatte der SC im Spiel gegen den Hamburger SV genug, alleine die Effektivität hat gefehlt. Am Ende stand ein torloses Unentschieden. Zu wenig für die gezeigte Leistung der Streich-Elf. Foto: Achim Keller

Torloses Unentschieden des SC gegen den HSV:

Freiburg. Mit einem torlosen Unentschieden gegen den Tabellennachbarn Hamburger SV musste sich der Sportclub am Freitagabend begnügen. Viele Chancen hat sich die Streich-Elf erarbeiten können, doch letztlich war man erneut nicht effektiv genug. Mal ging der Schuss knapp am Gehäuse vorbei, mal fälschte ihn ein Gegner noch mit der Fußspitze ab und das ein oder andere Mal trafen die SC-Spieler die falschen Entscheidungen und statt direkt abziehen wurde vergebens für den Gegenspieler aufgelegt und die Chance vertan. Und als dann endlich ein gezielter Schuss des von Beginn an eingesetzten Yoric Ravet im Netz zappelte, wurde das Tor wegen Abseits aberkannt. Der erlösende Treffer wollte einfach nicht fallen, ein Sieg hätte der SC an diesem Abend wirklich verdient gehabt, doch wer gewinnen will, muss Tore schießen.

„Wir haben eine gute Leistung gezeigt. Alles war da, der Wille, der Einsatz und wir haben bestimmt 20 Mal in Richtung Tor geschossen. Waren bis an den Sechzehner richtig gut. Aber wir können momentan einfach nicht die Qualität erzeugen, die wir brauchen, um ein Tor zu machen. Das ist schade“, so SC Trainer Christian Streich. „Aus den zwei Heimspielen haben wir vier Punkte. Da sollte man nicht hadern, aber in der jetzigen Situation fehlen uns die Punkte halt – aber du kannst nichts erzwingen.“

„Wir müssen viel, viel effektiver werden“ sagt auch SC Abwehrspieler Christian Günter, der mit einigen beherzten Flankenläufen immer wieder für Unruhe und Chancen gesorgt hatte „es bringt keine Punkte, gut zu spielen, aber die Tore nicht zu machen. Heute wäre mehr drin gewesen. Wir haben uns viele Chancen herausgespielt, aber leider keine drei Punkte. Daran müssen wir arbeiten“- am Sonntag, 13.30 Uhr, beim Schlusslicht Köln

Am kommenden Sonntag tritt der Sportclub beim Tabellenschlusslicht 1. FC Köln an. Die Rheinländer sind als einzige Mannschaft in dieser Saison noch ohne Sieg, haben am vergangenen Spieltag jedoch ein 2:2 beim 1. FC Schalke 04 erkämpft. Zweimal waren die Geisböcke dabei in Rückstand geraten, zweimal sind sie mit einem kämpferisch und laufstarken Auftritt zurückgekommen, haben Moral gezeigt und nach langer Zeit wieder einmal einen Punkt geholt. Dennoch hat sich der Verein am Sonntag von Trainer Peter Stöger getrennt. Der bisherige U19-Trainer Stefan Ruthenbeck wird bis zur Winterpause das Team leiten. Heute wartet auf ihn die erste schwere Aufgabe, die Europa League Partie bei Roter Stern Belgrad.

„Die ganze Stadt wartet nun darauf, dass jetzt endlich ein Sieg des FC Köln kommt“, weiß auch SC Kapitän Julian Schuster um die besondere Situation, „für uns wird wichtig sein, uns wieder viele Chancen herauszuarbeiten – und dann die Ruhe zu bewahren“ und auch Christian Streich warnt „wir müssen in Köln eine wesentlich bessere Leistung zeigen als zuletzt in Wolfsburg. Auswärts brauchst du einen Türöffner. Die eine oder andere besondere Aktion. Wir müssen so arbeiten, dass wir Torchancen haben, immer wieder die Abschlusssituationen suchen und dann brauchen wir halt den gezielten Schuss!“

Wenig Verständnis hat der SC für die Spieltagsplanung der DFL, denn bereits für Dienstagabend, 20.30 Uhr, wurde die Partie des Sportclub gegen Borussia Mönchengladbach angesetzt. Da bleibt wenig Zeit zur Regeneration und zur Vorbereitung auf den Gegner. (hr.)

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