Markgräfler Bürgerblatt

Der SC wächst und will Verein bleiben

Wurde als Präsident des SC klar bestätigt: Fritz Keller. Foto: A.Keller

Mitgliederversammlung Sportclub Freiburg

Seit Ende Juni hat der SC Freiburg einen Zustrom von mehr als 2.000 neuen Mitgliedern registriert – an den Verein haben sich inzwischen 14.000 Menschen gebunden. Und sie können darauf bauen, dass der SC Freiburg auch in den nächsten Jahren als eingetragener Verein existieren wird. Das gelobten der mit überwältigender Mehrheit für die nächsten drei Jahre wiedergewählte Präsident Fritz Keller und der Aufsichtsratsvorsitzende Henry Breit auf der Mitgliederversammlung des südbadischen Fußball-Bundesligisten. 631 Mitglieder waren ins Konzerthaus gekommen.

Keller und Breit erteilten einer Ausgliederung des Profi-Bereichs in eine Kapitalgesellschaft ebenso eine Absage wie dem Einstieg von Investoren. „Wir wollen Herr im eigenen Hause bleiben“, sagte Fritz Keller, der über Initiativen im DFB die Regelung gerichtsfest machen lassen will, nach der 51 Prozent des Vermögens auf jeden Fall in Vereinshand bleiben sollen. Diese sogenannte 50 plus 1 – Regelung wird immer wieder in Frage gestellt. Änderungen der Vereinsform kann die Mitgliederversammlung beim Sportclub nur mit einer Dreiviertel-Mehrheit beschließen. Auf Grund der Zusagen von Keller und Breit hatte eine Fan-Initiative einen Antrag zur Satzungsänderung zurückgezogen, der ebenfalls das Ziel hatte, den Vereinsstatus zu erhalten.

In der Saison 2016/2017 mit dem hervorragenden siebten Tabellenplatz in der 1. Bundesliga hat der SC einen Umsatz von 63,4 Mio. Euro und einen Gewinn von 1,8 Mio. Euro erzielt. 220 Sponsoren trugen mit der Zahlung von 12 Mio. Euro zu dem Ergebnis bei, mehr Sponsoring gab es in der SC-Geschichte bislang nicht, berichtete Finanzvorstand Oliver Leki. Die Führungsriege des Vereins bekräftigte unter starkem Beifall der Mitglieder ihre Linie, nicht mit überteuerten Spielerverpflichtungen ins Risiko gehen zu wollen. „Wir kaufen Qualität nicht zu Mondpreisen, wir schaffen Qualität als Ausbildungsverein“, betonte Sportvorstand Jochen Saier.

Für den Einzug ins neue Stadion wird der Sommer 2020 zu Beginn der Spielzeit 2020/21 inzwischen als realistisch angesehen. Präsident Keller, der erfolgreiche Weingutschef und Gastronom vom Kaiserstuhl, rechnet mit Klagen gegen eine im kommenden Jahr erwartete Baugenehmigung. Mehrere Führungskräfte des SC appellierten jedoch an die Gegner des Stadionbaus, zu akzeptieren, dass das Projekt in einem Bürgerentscheid mit großer Mehrheit befürwortet worden ist und den Widerstand aufzugeben. (uh)

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