Markgräfler Bürgerblatt

Bürgerinititative Münstertalbahn (B.I.M.): Gesetzliche Vorschriften fehlen

B.I.M.-Sprecher Ilga Richter und Christian Hausmann, hier eingerahmt von MdB Schuster (r) und MdL Rapp (l) erbaten Hilfe beim Schließen von Gesetzeslücken beim Bahnlärm. Foto: privat
B.I.M.-Sprecher Ilga Richter und Christian Hausmann, hier eingerahmt von MdB Schuster (r) und MdL Rapp (l) erbaten Hilfe beim Schließen von Gesetzeslücken beim Bahnlärm. Foto: privat

Staufen. „Lärm an Schienenwegen ist kein Naturgesetz!“, sagte MdB Armin Schuster (CDU) bei einer Info-Veranstaltung zum Lärm an der Rheintalbahn. Zusammen mit MdL Patrick Rapp traf er sich mit den Sprechern der Bürgerinititative Münstertalbahn (B.I.M.), um sich über den erhöhten Fahrlärm, Rollgeräusche und Kurvenkreischen der Talent 2-Triebzüge zu informieren.
B.I.M. erläuterte, dass auf Landes- und Unternehmensebene immer wieder mit der Gesetzeskonformität der Lärmemissionen von bis zu 95 Dezibel argumentiert werde. Problem sei, dass es auf Bundesebene gar keine entsprechenden gesetzlichen Regelungen gebe: Die Bundesregierung habe bisher darauf verzichtet, von der Möglichkeit des Bundesimmissionsschutzgesetzes Gebrauch zu machen, Vorschriften zur Lärmentwicklung der Schienenfahrzeuge und zugehörigen Gleisanlagen zu erlassen, insbesondere für enge Kurven.
Schuster, Mitglied der Parlamentsgruppe Bahnlärm, sagte Unterstützung zu, es bestehe hier eine Gesetzeslücke. Auch die Möglichkeiten auf Landesebene durch entsprechende technische Anforderungen in den anstehenden Ausschreibungen von Zugverkehren durch das Stuttgarter Verkehrsministerium (MVI) zu leiseren Zügen zu kommen, wurden diskutiert. Hier müsste nach Ansicht von B.I.M. das MVI erheblich ambitionierter vorgehen. Die Pilotstrecke Münstertalbahn – inzwischen in Fachkreisen „Referenzstrecke der Probleme“ genannt – bietet hierfür wertvolle Ansatzpunkte.

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