Markgräfler Bürgerblatt

Auf Rettungsmission in China

Sebastian Margenfeld mit einem geretteten Schützling.Foto: privat

Wie ein Physiotherapeut aus dem Markgräflerland zum Hunderetter wurde:

Ehrenkirchen. Er ist Physiotherapeut und ambitionierter Fußballer. Und dann ist Sebastian Margenfeld (30) aus Ehrenkirchen auch noch im Tierschutz engagiert. Nicht mit einer Spende ab und an fürs örtliche Tierheim, sondern vor Ort in China, wo er sich für die Rettung von Hunden aus Schlachthäusern stark macht: Vor ziemlich genau einem Jahr stieß Margenfeld im Internet auf ein Video des Amerikaners Marc Ching, der 2011 in den USA die „Animal Hope And Wellness Foundation“ gegründet, eine Wohltätigkeitsorganisation, die Schlachthunde aus China rettet.

Dass in Asien Hunde im Kochtopf landen, sei ihm schon vorher bekannt gewesen, so Margenfeld, aber erst durch den Kontakt zu Ching und seiner Organisation habe er erfahren müssen, welchen Qualen die Tiere in China ausgesetzt werden, bevor sie geschlachtet werden: „Einerseits gilt der Verzehr von Hundefleisch dort als gesund“, berichtet Margenfeld. Andererseits sei mancher überzeugt, dass das Fleisch besonders schmackhaft werde, wenn man den Hund vorm Schlachten möglichst grausam quält, ihn schlägt, lebendig häutet, kocht oder verbrennt. „Es gibt in China keine Tierschutzgesetze“, so Sebastian Margenfeld. So sei es möglich, alles mit den Tieren anzustellen.

Weltweit berüchtigt ist in diesem Zusammenhang die Millionenstadt Yulin in Südchina, in der immer um die Sommersonnwende herum ein „Festival“ gefeiert wird, beim dem Tausende Hunde qualvoll geschlachtet werden. Im Juni war Sebastian Margenfeld dort, um zu dokumentieren, was den Tieren angetan wird. Man sei in einigen Kommunen sei man fündig geworden, habe die Tiermärkte besuchen und fotografieren und filmen können. Viele der Tiere, die er gesehen habe, seien todkrank auf den Märkten angekommen.

Margenfeld hat auf seinen bisher drei Chinareisen mehrfach in einer Auffangstation mitgearbeitet, in der 800 Tiere auf eine bessere Zukunft warten. Mit seinem „Förderverein Animal Hope And Wellness“ will er hierfür einen Beitrag leisten. „Es geht darum, den Druck zu erhöhen, dass zumindest die Quälereien der Tiere nicht mehr hingenommen werden“, sagt der Tierschützer. Und er sammelt Spenden, um Hunde aus China nach Deutschland bringen zu können. „Wir suchen ständig Spender, aber auch Betreuungsstellen und dauerhafte Plätze für die Tiere“, sagt er. (MBB)

Info: www.animalhopeandwellness.de

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