Breisach Aktuell

Anneliese Knobel zum Ehrenmitglied ernannt

Bild: privat

Narrennest Algerio hat 90. Geburtstag

Kesslerkönig Dietmar Hau hatte am Großen Kesslerball einiges zu tun. Alles, was in der Stadt Breisach auch nur annähernd närrisch angehaucht ist, kam vorbei, um auf der Bühne zu gratulieren.
Der Gratulationszirkel zu „90 Jahre Narrennest Algerio“ ging erneut mit großer närrischer Aufmachung in die Narrengeschichte des Narrennests Algerio ein. Erfahren genug, solch große Bälle auszurichten, waren die 90 zu feiernden närrischen Jahre seit Gründung des Vereins nicht immer nur ein Pappenstiel. Höhen und Tiefen gleichermaßen, man denke da nur an den großen Brand im Jahr 2012, der viel an Inventar und Bestand vernichtete. Doch die vielen schönen Erinnerungen überwiegen deutlich, närrische Inspiration förderte immer die närrische Glut. Seit dem Jahr 1933 ist Anneliese Knobel als prägendes Mitglied dabei. Als zweijährige trat sie, ihr Vater war sechs Jahre zuvor Gründungsmitglied, dem Narrennest Algerio bei. Nun, wurde ihr närrisches Blut geadelt, sie wurde beim Kesslerball zum Ehrenmitglied ernannt.
Beste närrische Unterhaltung durch Schalmeien- sowie feminine und männliche Guggemusiklänge, Krach und Streit mit viel Musik, Discoeinlagen von DJ Steffen, Tanzeinlagen und Shownummern sowie Büttenreden folgten am laufenden Band. Dazu konnten die Moderatorinnen Gerlinde Großklaus, Susi Lemke und Daniela Uebe immer wieder Überraschungen und Gratulanten ankündigen. Die Hofnarren gratulierten mit „Super, dass es euch gibt“, die Gaukler präsentierten eine theatrale Welturaufführung  durch Schauspiel. Einfach alles im närrischen Programm mit dabei. Stimmung pur, das Publikum wurde auf der närrischen Woge der Begeisterung mitgenommen in ein Narrenland Phantasia, geradezu leicht und locker dazu noch der begeisternde Gardetanz der weiblichen Zunftgardedamen. Kurzweil, einstweilen gar psychologisch untermauert, förderte die Schunkelrunden geradezu an. „Schmecksch dr Brägl? Ahjo lautet die logische Antwort, denn mehr geht gar nicht mehr.
Das Narrennest Algerio zeigte, warum es für die Breisacher Fasent unverzichtbar ist. Dietmar Hau führt das Narrennest lange genug, um repräsentativ die vielen Glückwünsche  entgegenzunehmen. Protektor Oliver Rein, überbrachte als Bürgermeister die Glückwünsche der Stadt. „Wichtig für die Stadt und unverzichtbar für die gesamte Breisacher Narrensippe“ lautete seine närrische Analyse. Das ist gut so, denn einst im Jahr 1616 wurde in Breisach noch die „Momerey (das Verkleiden)“ nach dem Betzeit Läuten und dem Salut Schießen durch den Stadtrat verboten. Das hat sich im Laufe der Jahrhunderte wieder gewandelt und die Narren haben an Fastnacht eindeutig die Oberhand. „Narretei aus dem Herzen“ attestierte Wilfried Meyer von der Narrenzunft Breisach dem Narrennest Algerio und sprach von den Narrengeschwistern, denn die beiden närrischen Urgesteine feiern in diesem Jahr ihr 90-jähriges Bestehen.

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